Home » Debattierclub » Kontra » Cola erhöht Leber- & Bauchfett vgl. mit Diät-Cola und Milch


Diskussionen, Studien u.ä. die sich kritisch mit RP auseinandersetzen
Finde das eine gute Studie, da kontrolliert und mit europäischer zuckerhaltiger Cola durchgeführt wurde. Verglichen wurde der Konsum von 1 Liter regulärer Cola mit Diät-Cola, Milch oder Wasser pro Tag für 6 Monate.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22205311

Sucrose-sweetened beverages increase fat storage in the liver, muscle, and visceral fat depot: a 6-mo randomized intervention study

BACKGROUND:
The consumption of sucrose-sweetened soft drinks (SSSDs) has been associated with obesity, the metabolic syndrome, and cardiovascular disorders in observational and short-term intervention studies. Too few long-term intervention studies in humans have examined the effects of soft drinks.

OBJECTIVE:
We compared the effects of SSSDs with those of isocaloric milk and a noncaloric soft drink on changes in total fat mass and ectopic fat deposition (in liver and muscle tissue).

DESIGN:
Overweight subjects (n = 47) were randomly assigned to 4 different test drinks (1 L/d for 6 mo): SSSD (regular cola), isocaloric semiskim milk, aspartame-sweetened diet cola, and water. The amount of intrahepatic fat and intramyocellular fat was measured with (1)H-magnetic resonance spectroscopy. Other endpoints were fat mass, fat distribution (dual-energy X-ray absorptiometry and magnetic resonance imaging), and metabolic risk factors.

RESULTS:
The relative changes between baseline and the end of 6-mo intervention were significantly higher in the regular cola group than in the 3 other groups for liver fat (132-143%, sex-adjusted mean; P < 0.01), skeletal muscle fat (117-221%; P < 0.05), visceral fat (24-31%; P < 0.05), blood triglycerides (32%; P < 0.01), and total cholesterol (11%; P < 0.01). Total fat mass was not significantly different between the 4 beverage groups. Milk and diet cola reduced systolic blood pressure by 10-15% compared with regular cola (P < 0.05). Otherwise, diet cola had effects similar to those of water.

CONCLUSION:
Daily intake of SSSDs for 6 mo increases ectopic fat accumulation and lipids compared with milk, diet cola, and water. Thus, daily intake of SSSDs is likely to enhance the risk of cardiovascular and metabolic diseases.
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Blake
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Beitrag » 16.10.2014 22:59

Dass Milch - eines der wohl besten und nährstoffreichsten Lebensmittel - weniger fett macht als Wasser oder Cola, insbesondere im Kontext von "Overweight Subjects", ist doch klar, das würde auch Peat nicht anders sehen. Alleine das Calcium in der Milch hillft bereits nachweislich beim Fettabbau. Übergewichtige Menschen müssen aufgrund ihrer schlechten metabolischen Rate mit relativ wenigen Kalorien dennoch viele Nährstoffe aufnehmen, um ihr metabolisches Problem heilen und gesund abnehmen zu können - da ist Coca-Cola eine eher schlechte Wahl. Die Studie suggeriert, dass Cola fett und krank macht, das stimmt aber so nicht. In einem geeignetem Kontext betrachtet, erhöht Zucker oder Cola sogar die metabolische Rate und kann somit Übergewicht vorbeugen. Schlanke Menschen konsumieren mehr Zucker als Übergewichtige.

Peat sagt, dass im gleichen Kontext Stärke/Glucose fetter macht als Zucker. Er sagt nicht, dass Cola Schlank macht. Generell ist Peat der Meinung, dass reiner Zucker auf lange Sicht nur von Vorteil ist, wenn man eine nährstoffreiche und gute Ernährung hat, die die übergewichtigen Leute aus der Studie bestimmt nicht hatten.

Cola erhöht insbesondere braunes Fettgewebe, welches meiner Meinung nach nicht schadet, da es durch die Oxidation von Fettsäuren Wärme erzeugt. Es ist am stärksten bei Säuglingen ausgebildet. Nur ca. 10% der Erwachsenen Menschen verfügen über aktive braune Fettzellen.

Am J Physiol. 1983 Apr;244(4):R500-7.
Effects of sucrose, caffeine, and cola beverages on obesity, cold resistance, and adipose tissue cellularity.
Bukowiecki LJ, Lupien J, Folléa N, Jahjah L.

Abstract
Rats consuming Coca-Cola and Purina chow ad libitum increased their total energy intake by 50% without excess weight gain.Their resistance to cold was markedly improved. These phenomena were characterized by significant increases in interscapular brown adipose tissue weight (IBAT) (91%), cellularity (59%), triglyceride content (52%), protein content (94%), and cytochrome oxidase activity (167%). In contrast, Coca-Cola consumption did not significantly affect the cellularity or triglyceride content of parametrial white adipose tissue (PWAT), although it slightly augmented PWAT weight. The effects of Coca-Cola on cold resistance, IBAT cellularity, and composition were entirely reproduced by sucrose, but not caffeine, consumption. Although caffeine also increased IBAT cellularity and composition, it significantly decreased the rate of body weight gain, PWAT weight, and adipocyte size. Moreover, it markedly inhibited adipocyte proliferation in PWAT thereby mimicking the effects of exercise training and food restriction (Bukowiecki et al., Am. J. Physiol. 239 (Endocrinol. Metab. 2): E422-E429, 1980). It is concluded a) that sucrose and Coca-Cola consumption improve the resistance of rats to cold, most probably by increasing brown adipose tissue cellularity, and b) that moderate caffeine intake might be useful for inhibiting proliferative activity in white adipose tissue, thereby preventing obesity.
"When people start thinking about the things in their life that can be changed, they are exercising aspects of their organism that had been atrophied by being in an authoritarian culture. Authoritarians talk about protocols, but the only valid protocol would be something like perceive, think, act." - Ray Peat
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Daniel
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Beitrag » 17.10.2014 09:11

Peat sagt, dass im gleichen Kontext Stärke/Glucose fetter macht als Zucker. Er sagt nicht, dass Cola Schlank macht. Generell ist Peat der Meinung, dass reiner Zucker auf lange Sicht nur von Vorteil ist, wenn man eine nährstoffreiche und gute Ernährung hat, die die übergewichtigen Leute aus der Studie bestimmt nicht hatten.

Cola erhöht insbesondere braunes Fettgewebe, welches meiner Meinung nach nicht schadet, da es durch die Oxidation von Fettsäuren Wärme erzeugt. Es ist am stärksten bei Säuglingen ausgebildet. Nur ca. 10% der Erwachsenen Menschen verfügen über aktive braune Fettzellen.


Das, was Peat da erzählt, macht einfach, im Zusammenhang mit Glukose und Saccharose, keinen Sinn. Bestes Beispiel bei uns Labor. Wenn der Professor eine Ratte dick machen will, dann ersetzt er die herkömmliche stärkereiche Kost, mit der die Nager bei bester Gesundheit sind, mit Saccharose oder Fruktose.
Und schon werden sie - nicht zwangsläufig fett - aber speckig.

Der von dir zitierte Artikel suggeriert allerhöchstens, dass Coca Cola nicht dick macht. Wenn man aber überlegt, dann wird klar, dass es das Koffein ist, das die Entwicklung von Fettleibigkeit verhindert.
Koffein stimuliert T3 und Noradrenalin-Freisetzung, beides potente Chemikalien, die UCP-Expression induzieren und somit für das braune Fettgewebe inklusive thermogenesis sorgen.

Und außerdem: Von wem war die Studie finanziert?

PS. Finde in diesem Zusammenhang auch wichtig, dass Fruktose in Nervenzellen die ATP-Produktion steigern kann und somit auch den Dopamin output.
Würde mich nicht wundern, wenn die Ratten ein Verhalten gezeigt haben, das wir als 'AD(H)S' bezeichnen: Unfassbarer Bewegungsdrang, unruhiges Verhalten.

Frage mich, ob die Schlanksein Auskunft über Gesundsein gibt.
ChrisMi
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Beitrag » 17.10.2014 15:30

Der von dir zitierte Artikel suggeriert allerhöchstens, dass Coca Cola nicht dick macht. Wenn man aber überlegt, dann wird klar, dass es das Koffein ist, das die Entwicklung von Fettleibigkeit verhindert.


"The effects of Coca-Cola on cold resistance, IBAT cellularity, and composition were entirely reproduced by sucrose, but not caffeine, consumption"

Wenn der Professor eine Ratte dick machen will, dann ersetzt er die herkömmliche stärkereiche Kost, mit der die Nager bei bester Gesundheit sind, mit Saccharose oder Fruktose.


Ersetz mal die "herrkömmliche stärkereiche Kost" mit reiner Stärke oder Glucose und sie werden ebenfalls dicker werden. Es geht nicht darum eine gesunde Ernährung mit Zucker oder Fructose zu ersetzen, sondern Zucker zu einer bereits nährstoffreichen Ernährung hinzuzufügen. Das was ihr im Labor macht ist ein völlig anderer Kontext als in der von mir genannten Studie und eine der Hauptgründe wieso Zucker oder Fructose zu Unrecht schlecht gemacht wird.
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Daniel
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Beitrag » 17.10.2014 17:02

"The effects of Coca-Cola on cold resistance, IBAT cellularity, and composition were entirely reproduced by sucrose, but not caffeine, consumption"


Macht Sinn, weil Zucker an sich womöglich (nor)adrenerge Systeme anspricht. Aber da steht nix von der Tatsache, dass Zucker nicht dick gemacht hat.

Sondern...
Although caffeine also increased IBAT cellularity and composition, it significantly decreased the rate of body weight gain, PWAT weight, and adipocyte size. Moreover, it markedly inhibited adipocyte proliferation in PWAT thereby mimicking the effects of exercise training and food restriction


Das Koffein isses, was das Gewicht reguliert.

Ersetz mal die "herrkömmliche stärkereiche Kost" mit reiner Stärke oder Glucose und sie werden ebenfalls dicker werden. Es geht nicht darum eine gesunde Ernährung mit Zucker oder Fructose zu ersetzen, sondern Zucker zu einer bereits nährstoffreichen Ernährung hinzuzufügen. Das was ihr im Labor macht ist ein völlig anderer Kontext als in der von mir genannten Studie und eine der Hauptgründe wieso Zucker oder Fructose zu Unrecht schlecht gemacht wird.


Die essen ca. 80/15/5 KH-P-F

Was willst du da noch ersetzen? Das ist reine Glukose.
ChrisMi
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Beitrag » 18.10.2014 14:33

Daniel hat geschrieben:Dass Milch - eines der wohl besten und nährstoffreichsten Lebensmittel - weniger fett macht als Wasser oder Cola, insbesondere im Kontext von "Overweight Subjects", ist doch klar, das würde auch Peat nicht anders sehen.


Also gerade diese Studie zeigt, dass mehr Milch trinken nicht zu Gewichtsverlust führt.

Durchschnittliche Gewichtszunahme in der Studie in Prozent:
Milch +1.36%
Cola +1.28%
Wasser +0.56%
Diät-Cola +0.11%

Milch hat tendenziell zur grössten Gewichtszunahme geführt. Viele andere Studien bestätigen, dass das Kalorien-Rein/Raus-Modell allgemeine Gültigkeit hat: Eine Gewichtszunahme findet nicht statt solange nicht die Gesamtkalorieneinnahme reduziert wird. Im Kontext einer allgemeinen Kalorienreduktion ist jedoch in der Tat ein erhöhter Milch/Calciumkonsum erfolgreicher was Gewichtsabnahme angeht als eine Kalorienrestriktion ohne Milch und/oder Calcium. Und ich denke auch langfristig zum halten des Gewichts ist ein moderater Milch und Calciumintake günstig, aber eben nur wenn die Milch andere (ungünstigere) Lebensmittel ersetzt. Ich habe das am eigenen Körper erlebt, die Gewichtszunahme einfach durch mehr Milch trinken.

Die Studie suggeriert, dass Cola fett und krank macht, das stimmt aber so nicht. In einem geeignetem Kontext betrachtet, erhöht Zucker oder Cola sogar die metabolische Rate und kann somit Übergewicht vorbeugen


Diese Studie zeigt doch eigentlich ebenfalls, dass Cola auf lange Sicht fett und krank machen kann, mit überproportionaler Zunahme der Fettmasse, vor allem dem metabolisch ungünstigen Viszeralfett. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich hierbei um braunes Fettgewebe handelt und insbesondere die Zunahme von Leberfett ist für mich kein Marker für Gesundheit. Die Abnahme der Knochenmasse in der Colagruppe zeigt auch, dass Fructose nicht vor Phosphat schützt und katabol wirkt (auch wenn man sich die Unterschiede zwischen Diät-Cola und Cola anschaut).

Schlanke Menschen konsumieren mehr Zucker als Übergewichtige.


Hast du da eine Quelle? Studien die ich kenne zeigen, dass ein höherer Zuckerkonsum mit mehr Übergewicht assoziiert ist und eine Reduktion von Zucker zu Gewichtsabnahme und eine Erhöhung des Zuckerkonsums zu einer Gewichtszunahme führt. Als besonders problematisch werden zuckerhaltige Getränke wie Coca-Cola angesehen, da diese zu einem geringen Sättigungsgefühl und so einer insgesamt erhöhten Kalorienaufnahme führen. Auch zeigen die Studien dass es hinsichtlich der Gewichts keinen Unterschied macht ob man Zucker oder Stärke isst.
http://www.bmj.com/content/346/bmj.e7492

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Beitrag » 18.10.2014 16:07

Weiß jemand wie viel Phosphorsäure genau in einem Liter Cola ist, bzw ob man sie vernachlässigen kann?

Ich habe für lange Zeit im Schnitt 1 Liter Cola pro Tag getrunken, ohne Gewichtszunahme oder andere Nebenwirkungen aber seit ich auf Kaffee (mit Milch und Zucker) umgestiegen bin, gehts mir noch besser.
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Beitrag » 18.10.2014 16:46

Überlegt doch mal, wie absurd das ist, was hier empfohlen wird.

Im anderen Thread diskutiert man über 10g mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die jeden wahrscheinlich umbringen können, obwohl sie deutlich schneller verstoffwechselt werden und darüberhinaus auch andere, sehr nützliche Eigenschaften mit sich bringen, wie verbesserte Insulin-Sensitivität etc.

Und hier, in diesem Thread, diskutieren wir darüber, wie gesund Cola ist - das ist ja eine völlig verkehrte Welt.

Cola ist Zuckerwasser mit Koffein. Das einzig positive, was man davon erwarten kann, ist die vermehrte noradrenerge Stimulation (mehr braunes Fettgewebe, mehr Lipolyse) - mehr aber auch nicht.
Was ist denn los mit euch? Mehr noradrenerge Stimulation heißt zwar mehr LIpolyse, aber i.d.R. auch deutlich verschlechterte Insulin-Sensitivität. Und gerade Peat war es, der sagte, dass Fettsäuren nicht die optimale Energiequelle sind, Glukose sei zu präferieren.

Das, was hier propagiert wird, ist doch fernab jeglicher Natürlichkeit der Sache. Hier wird versucht Dinge zu optimieren, die zum Teil auf cherry picking Studien von Ray Peat basieren.

Versehe ich nicht. Sind hier Biologen unter euch?

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Beitrag » 18.10.2014 17:52

ChrisMi hat geschrieben:Überlegt doch mal, wie absurd das ist, was hier empfohlen wird.


Niemand hat hier Colakonsum empfohlen, es sei denn mir ist was entgangen.

ChrisMi hat geschrieben:Im anderen Thread diskutiert man über 10g mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die jeden wahrscheinlich umbringen können, obwohl sie deutlich schneller verstoffwechselt werden und darüberhinaus auch andere, sehr nützliche Eigenschaften mit sich bringen, wie verbesserte Insulin-Sensitivität etc.


Ich kann nicht verstehen warum du glaubst, dass der PUFA-Gehalt einer normalen Ernährung vernachlässigbar ist bzw. dass sich der Gehalt an PUFAs in unserer Ernährung in den letzten 30 Jahren nicht enorm erhöht hat.
"Pflanzliches Öl" ist eine der häufigsten Zutaten in allen verarbeiteten Lebensmitteln. Bei uns in der Unimensa wird bei den meisten Gerichten ausgiebig Öl verwendet. Man kann im Prinzip einer erhöhten PUFA-Aussetzung nur entgehen, wenn man sich sein Essen selbst aus Grundzutaten macht. Und das macht nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung.

ChrisMi hat geschrieben:Cola ist Zuckerwasser mit Koffein.


Als mehr sieht das hier auch keiner an. Außer vllt, dass die Kohlensäure die CO2 Konzentration im Körper temporär leicht erhöht.
Ich sehe kein Problem solange der Rest der Ernährung genügend Mikronährstoffe für die Verstoffwechslung des Zuckers liefert.

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Beitrag » 18.10.2014 18:38

Also gerade diese Studie zeigt, dass mehr Milch trinken nicht zu Gewichtsverlust führt.

Durchschnittliche Gewichtszunahme in der Studie in Prozent:
Milch +1.36%
Cola +1.28%
Wasser +0.56%
Diät-Cola +0.11%


Ich sagte, dass Calcium (bei Milch kommt es sehr auf den Fettgehalt der Milch an) bei einer Fettabnahme hillft und dass Milch insbesondere im Kontext von übergewichtigen Personen weniger fett als Cola macht und das zeigt auch die Studie. Die starke Gewichtszunahme durch Milch ist zur Hälfte auf einer Steigerung von fettfreier Masse zurückzuführen. Milch ist dafür gemacht Säuglinge wachsen zu lassen, da ist es klar, dass sie auch bei Erwachsenen einen stark anabolen Effekt ausübt.

Durchschnittliche Zunahme an Fett:

Milch +1.42%
Cola +3,14%

Durchschnittliche Zunahme an fettfreier Masse:

Milch: +1,43%
Cola: +0,423%

Diese Studie zeigt doch eigentlich ebenfalls, dass Cola auf lange Sicht fett und krank machen kann, mit überproportionaler Zunahme der Fettmasse


...im Kontext von low-metabolic übergewichtigen Menschen. Diesen würde ich niemals Cola oder reinen Zucker empfehlen, aber im Kontext von Menschen mit hoher metabolischer Rate, guter Schilddrüsenfunktion und guter Ernährung wird Cola oder Zucker nicht fett oder krank machen. Ansonsten müsste Ray Peat oder ich total fett und krank sein, ich bin jedoch normalgewichtig und erfreue mich bester Gesundheit obwohl ich seit über 3 Jahren überwiegend von Zucker als KH-Lieferant lebe, sowohl aus Früchten, als auch Haushaltszucker/Schokolade/Cola/Red-Bull/usw. Ray Peat ist 78 Jahre und in meinen Augen sieht er für sein Alter auf diesem aktuellem Bild nicht gerade übergewichtig oder krank aus:

Bild

"Context is everything, and it's individual and empirical." - Ray Peat


Die Zunahme von Leberfett ist für mich kein Marker für Gesundheit.


Solange es sich um gestättigtes Fett handelt bin ich mir unsicher ob es der Gesundheit wirklich so schadet.

Die Abnahme der Knochenmasse in der Colagruppe zeigt auch, dass Fructose nicht vor Phosphat schützt und katabol wirkt


Niemand sagt, dass Fructose alleine ausreicht um einen Überschuss an Phosphat zu verhindern. Es hilft lediglich etwas dabei, kann aber eine Calciumreiche Ernährung wie sie die Milch-Gruppe in der Studie genießen durfte nicht ersetzen.

in diesem Thread, diskutieren wir darüber, wie gesund Cola ist - das ist ja eine völlig verkehrte Welt.


Hier geht es in erster Linie darum in welchem Kontext Cola fett macht, was übrigens nicht immer gleich schlecht für die Gesundheit sein muss, da der Körper selbst gesättigtes Fett aus Zucker produziert. Es wird dich schocken, aber wie gesund Cola ist wurde in diesem Thread diskutiert: viewtopic.php?f=96&t=11592

Dich zwingt niemand deinen Horizont in Bezug auf Cola oder Zucker zu erweitern. Ich bin froh diese Limiting Beliefs über Bord geschmissen zu haben, da ich nun im Gegensatz zu dir ohne schlechtes Gewissen Cola genießen kann.

Weiß jemand wie viel Phosphorsäure genau in einem Liter Cola ist, bzw ob man sie vernachlässigen kann?


Den genauen Gehalt kenne ich nicht, aber Peat hat dazu mal folgendes geschrieben:
"The amount of phosphate is very small compared to the amount in meat, fish, beans, nuts, and grains."

Wenn genug Calcium aufgenommen wird in der Ernährung sollte der Phosphatgehalt von etwas Cola nicht schaden. Ich persönliche trinke Cola nur wenn ich unterwegs binund keine besseren Lebensmittel greifbar sind oder einfach Verlangen darauf habe. Zum regulären Konsum ist Kaffee (mit Zucker und/oder Milch) besser geeignet.
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Beitrag » 18.10.2014 20:11

Hier geht es in erster Linie darum in welchem Kontext Cola fett macht, was übrigens nicht immer gleich schlecht für die Gesundheit sein muss, da der Körper selbst gesättigtes Fett aus Zucker produziert. Es wird dich schocken, aber wie gesund Cola ist wurde in diesem Thread diskutiert: viewtopic.php?f=96&t=11592

Dich zwingt niemand deinen Horizont in Bezug auf Cola oder Zucker zu erweitern. Ich bin froh diese Limiting Beliefs über Bord geschmissen zu haben, da ich nun im Gegensatz zu dir ohne schlechtes Gewissen Cola genießen kann.


Hat nichts mit limiting beliefs zu tun, wenn die Studie falsch ausgelegt wird, wobei doch offensichtlich klar ist, sogar in der Studie steht, dass das Koffein die negativen Effekte von Zucker puffert.

Übrigens - entgegen des Anscheins - bin ich offen für alles, wenn gleich ich gerne diskutiere. Also nicht böse gemeint!

Ich finde es übrigens sehr lustig, dass Anhänger gewisser Thesen immer Bilder der Vertreter posten, um gewisse Dinge zu beweisen.
Mir ist schon klar, dass man alles in den Kontext setzen muss - man kann auch mit einer reinen Milcheis-Diät abnehmen. Mir schon klar.

Aber findet ihr das nicht paradox? Hier wird über Cola gesprochen, also etwas Menschengemachtes, und gleichzeitig die 10g PUFA aus den Avocados sehr kritisch hinterfragt.

Finde ich, ungeachtet des wissenschaftlichen Hintergrunds, einfach ein wenig paradox.

Ich trinke auch ab und zu Cola, ich esse sogar Kohlenhydrate und Früchte. Darum geht es nicht. Aber manche Sachen, die hier geschrieben werden, stimmen alleine schon deshalb nicht, weil sie falsch aus der Studie zitieren - ich hatte in einem anderen Thread sehr ausführlich die wissenschaftliche Thesen von Peat, ebenfalls mit Wissenschaft, widerlegt.

Aber so etwas findet leider nur selten Gehör - aber das ist immer so, wenn man es um gewisse Ernährungsformen geht. Die Wahrheit bezogen auf die Nahrungsmittelauswahl, liegt wahrscheinlich - wie so oft - in der Mitte.
ChrisMi
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Beitrag » 18.10.2014 20:54

Hat nichts mit limiting beliefs zu tun, wenn die Studie falsch ausgelegt wird, wobei doch offensichtlich klar ist, sogar in der Studie steht, dass das Koffein die negativen Effekte von Zucker puffert.


Wenn alleine das bisschen Koffein in Cola schon dazu beiträgt, dass trotz 50% mehr Kalorien in der Form von Zucker kaum eine Fettzunahme erfolgt, kannst du dir vielleicht vorstellen wie minimal die Fettzunahme erst im Kontext einer nährstoffreichen Ernährung, guter Schilddrüsenfunktion und hoher metabolischen Rate sein muss. Früchte beinhalten Substanzen, die die Verstoffwechselung von Zucker fördern. Im Kontext von reinem Zucker ist es nunmal nicht einfach dessen Vorteile aufzuzeigen, dennoch schneidet reiner Zucker im Vergleich zu reiner Stärke bei gleichem Kontext nicht schlechter, sondern eher gleich oder besser ab.

Übrigens - entgegen des Anscheins - bin ich offen für alles, wenn gleich ich gerne diskutiere. Also nicht böse gemeint!


Wenn du Empfehlungen als "absurd" oder Themen als "verkehrte Welt" bezeichnest, spricht das nicht gerade für deine Offenheit gegenüber anderen Ansichten. Generell würde deinem Diskussionsstil etwas weniger Selbstüberzeugung und Arroganz gut tun. Das würde es auch angenehmer machen mit dir zu diskutieren.


Ich finde es übrigens sehr lustig, dass Anhänger gewisser Thesen immer Bilder der Vertreter posten, um gewisse Dinge zu beweisen.


Es freut mich wenn ich dich amüsieren kann, aber meinst du nicht das krank aussehende Menschen vermutlich etwas falsch machen? Glaubst du nicht, dass wenn ein Mensch ein hohes Alter wie Peat in gutem Gesundheitszustand erreicht (obwohl dieser noch im jüngeren Alter an diversen Gesundheitsproblemen litt) etwas richtig macht in seinem Leben? Klar hat das nicht nur mit Peats Zuckeraufnahme zu tun, zumal peat selbst sagt, dass man auch unter Stärke gesund leben kann, aber es zeigt zumindest mal dass ein hoher Zuckerkonsum nicht in jedem Fall fett und krank machen muss, so wie es uns sämtliche Studien zu dem Thema suggerieren möchten. Gewöhnlich nimmt die metabolische Rate und die Kalorienaufnahme im Laufe des Lebens ab und die Fettzunahme steigt, bei Peat scheint dieser Effekt nicht so stark ausgeprägt zu sein. Jeanne Calment - der älteste Mensche der je gelebt hat - konsumierte 1KG Schokolade pro Woche, der Zucker hat ihr wohl nicht geschadet.

Aber findet ihr das nicht paradox? Hier wird über Cola gesprochen, also etwas Menschengemachtes, und gleichzeitig die 10g PUFA aus den Avocados sehr kritisch hinterfragt.


Wasser, Zucker, CO2 und Koffein findet man zu Genüge in der Natur.

manche Sachen, die hier geschrieben werden, stimmen alleine schon deshalb nicht, weil sie falsch aus der Studie zitieren


Es ist schwer gescheite Studien zu sehr kontext abhängigen Themen wie Zucker zu finden, zumal es vermutlich sogar etwas Mut von einem Wissenschaftler oder einer Institution erfordert Zucker ausnahmsweise mal in einem positiven Kontext erscheinen zu lassen. Hinzu kommt die Problematik, dass die Studienautoren in ihrer Schlussfolgerung gern zur Verallgemeinerung neigen, da sie selbst oft nicht genau wissen welche Faktoren genau für den Kontext oder die Ergebnisse der Studie verantwortlich sind. Das ist gerade für Wissenschaftler schwer zu akzeptieren, aber nicht immer bringen einen Studien weiter. Manchmal ist es sinnvoller so wie Tobi einfach mal eine zeitlang 1Liter Cola am Tag zu trinken, um dann die positive Erfahrung zu machen, dass es in seinem Kontext wohl nicht fett macht.

Ich hatte in einem anderen Thread sehr ausführlich die wissenschaftliche Thesen von Peat, ebenfalls mit Wissenschaft, widerlegt.


Ich bezweifel, dass du die wissenschaftlichen Thesen von Peat widerlegt hast. Du hast Bezug darauf genommen, dass viel Phosphat nicht schaden muss, aber ich sagte ja bereits dass es Peat in erster Linie um das Ca:Ph Verhältnis geht, dessen Wichtigkeit du ja selbst nicht abstreitest.
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Beitrag » 18.10.2014 20:59

ChrisMi hat geschrieben:Aber findet ihr das nicht paradox? Hier wird über Cola gesprochen, also etwas Menschengemachtes, und gleichzeitig die 10g PUFA aus den Avocados sehr kritisch hinterfragt.


Das hört sich für mich sehr nach der Paleo-Logik an. Also: (natürlich) <=> (gesund/optimal)

Wenn du dich allgemein oder in letzter Zeit nicht PUFA-arm ernährt hast, ermutige ich dich mal zu einem Selbstexperiment. Z.B. einen Abend eine große Portion Popcorn mit Sonnenblumenöl zubereitet essen und am nächsten Abend das selbe mal mit Kokosfett.

Das Bild das Peat zeichnet deckt sich einfach mit meinen Erfahrungen.
Ich habe das "Glück" zu Akne zu neigen und schon von meiner Ausgangssituation leicht hypothyroid zu sein, mit einer Adrenalin-Kompensation (erhöhte Lypolyse).Das macht mich sensibler was das angeht. Wenn ich mehrere Tage höhere Mengen an PUFAs esse, merke ich das an fast allen meinen Baustellen.

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Beitrag » 18.10.2014 21:40

Ich habe das "Glück" zu Akne zu neigen und schon von meiner Ausgangssituation leicht hypothyroid zu sein, mit einer Adrenalin-Kompensation (erhöhte Lypolyse).Das macht mich sensibler was das angeht. Wenn ich mehrere Tage höhere Mengen an PUFAs esse, merke ich das an fast allen meinen Baustellen.


Das kann ich nur unterschreiben. Ich habe meine Akne zwar vor einigen Jahren durch peats Ernährungsideen heilen können und selbst die ehemals starken Narben sind kaum noch sichtbar, aber erst letztens habe ich seit langer Zeit mal wieder einen Pickel im Gesicht bekommen, 1 Tag nachdem ich im Restaurant ausnahmsweise ein Steak mit Pommes gegessen habe. Ein paar Tage danach war die Haut wieder komplett rein. Schon bevor ich auf Peat gestoßen bin hat die Umstellung von ungesättigtes auf gesättigtes Fett (Butter statt Margarine und Pflanzenöl) meine Haut stark verbessert. Andauernde Ernährungspatzer haben aber recht schnell die ganze Akne wieder entfacht. Geheilt wurde ich erst als ich auch auf sämtliche anderen Faktoren Wert gelegt habe, auf die mich Peat gebracht hat. Dazu gehörte auch der Wechsel von Low-Carb (nur Stärke) auf High-Carb (überwiegend Sucrose und Lactose). Wichtiger als die primäre Energiequelle ist es jedoch eine generell nährstoffreiche und toxinarme Ernährung zu haben.
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Beitrag » 19.10.2014 00:18

Bitte versucht trotz der scharfen Diskussion, respektvoller miteinander umzugehen. Dazu gehört auch Schwächen des anderen zu tolerieren und SACHLICH zu bleiben. Übrigens, dies ist ein Contra-Peat Unterforum. Ich denke, man darf da auch Studien diskutieren, die Interpretationsspielraum lassen.
Dann bitte in dem Fall (von Usern, die diese kritisieren) konkret machend an Methoden oder Aussagen (mit Zitat, Verweis). Danke. Wenn sich alle daran halten, haben wir mehr von der Diskussion. Und wenn es mal etwas heftiger zu geht, cool bleiben. Das gehört dazu & macht es gerade für Außenstehende so interessant :wink:
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