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Gesundheitsthemen, die in die anderen Kategorien nicht passen.

Zahnpasta

Beitrag » 21.10.2013 16:46

Welche Zahnpasta bzw. Strategie zur Reinigung der Zähne benutzt ihr?

Ich benutze seit einiger Zeit die Lavera basis sensitiv Zahncreme (fluoridfrei) mit der ich gut zurechtkomme. Ich hatte vorher eine günstige von Lidl benutzt mit der ich häufiger mal Aphten entwickelt habe. Ich glaube das lag jedoch nicht am Fluorid, sondern an den Tensiden in der Zahncreme (Natriumlaurylsulfat etc).

Ich überlege ob ich auf lange Sicht doch wieder auf eine fluoridhaltige Zahncreme umsteige. Es wird ja schließlich nur sehr wenig davon absorbiert und der kariespräventive Effekt ist ziemlich eindeutig. Ich glaube unter der RP Diät ist das Risiko für Karies erhöht, was sich auch an den vielen Beiträgen in den englischen Foren zeigt, wo Leute ihren Karies nach einigen Monaten RP Diät beklagen. Vermutlich liegt es an den vielen Fruchtsäften, welche den Zahnschmelz angreifen.

Eine Alternative wäre eine selbstgemachte Zahncreme mit Xylitol. Hat da jemand Erfahrungen?

Einige scheinen auch nur Natron zu benutzen, jedoch bin ich da skeptisch ob es nicht zu abrasiv ist und den Zahnschmelz schädigt.
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Blake
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Beitrag » 21.10.2013 17:45

Ich spüle mir regelmäßig die Zähne mit Xylitol-Pulver :thumbup:
GrĂĽĂźe, David.

einer der besten artikel ĂĽber pufa (polyunsaturated fatty acids)
https://www.westonaprice.org/health-topics/know-your-fats/precious-yet-perilous/
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Tcrazyjam
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Beitrag » 21.10.2013 17:56

Ich benutze dieselbe Zahnpasta von Lavera. Bin damit ebenfalls sehr zufrieden.
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Dewitt
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Beitrag » 21.10.2013 19:13

Ăśbrigens danke fĂĽr den Tipp mit der Lavera Zahncreme, kaufe ich mir gleich morgen im Budni :):)
GrĂĽĂźe, David.

einer der besten artikel ĂĽber pufa (polyunsaturated fatty acids)
https://www.westonaprice.org/health-topics/know-your-fats/precious-yet-perilous/
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Beitrag » 21.10.2013 21:05

Ich benutze entweder reines Calciumcarbonat (mein Favorit, schmeckt allerdings nicht so toll) oder eine Zahnpasta von Ajona (Rewe), deren Hauptwirkstoffe Calciumcarbonat und Natron sind. Die Weleda-Calendula (Calciumcarbonat..) hatte ich auch schon, ist aber teurer. Die Lavera habe ich noch nicht ausprobiert, hört sich aber ganz ok an von den Inhaltsstoffen, danke für den Tipp! Ab und zu spüle ich meinen Mund mit Natron (macht Peat übrigens sogar mehrmals täglich um Karies zu verhindern bzw. Mundhöhle/Zunge zu neutralisieren) oder Xylit aus. Oft putz ich mir die Zähne nur Morgens und esse Abends nur etwas Käse, den ich Nachts etwas auf den Zähnen einwirken lasse um mir eine Remineralisation zu erhoffen.

Fluorid meide ich so gut es geht, doch selbst dann nimmt man vermutlich noch genug über die tägliche Nahrung auf. Zudem vermute ich, dass Fluorid Knochen und Zähnen schadet (was ja auch einige Studien gezeigt haben) und der kariesvorbeugende Effekt eher eine (positive) Nebenwirkung der Toxizität ist. Selbst nach jahrelanger Meidung von Fluorid können meine Zähne noch eine leichte Fluorose aufweisen, dessen Schäden angeblich nicht revidierbar sind, eine leichte Besserung in Bezug auf weiße Flecken ist jedoch eingetreten. Die in meiner Jugend abbgebrochenen Stücke an Zähnen, die vermutlich durch das Flurorid begünstigt wurden, sind anscheinend leider wirklich nicht revidierbar. Meiner Auffassung nach "verhärtet" Fluorid Zähne/Knochen, was ich als toxisch und nicht als gesund auffassen würde, da sich die Brüchigkeit der Substanz laut Studien dadurch eher erhöht statt vermindert.

"It is concluded that the increase in bone mass during fluoride treatment does not translate into an improved bone strength and that the bone quality declines."

SOURCE Sogaard CH, et al. (1995). Effects of fluoride on rat vertebral body biomechanical competence and bone mass. Bone 16: 163-9."


Neben der Schädlichkeit für Knochen und Zähne steht Fluorid auch mit sämtlichen Krankheiten von Krebs bis Schilddrüsenunterfunktion in Verbindung: http://fluoridealert.org/researchers/health_database/

"It's good to avoid fluoridated water as far as possible." - Ray Peat
"When people start thinking about the things in their life that can be changed, they are exercising aspects of their organism that had been atrophied by being in an authoritarian culture. Authoritarians talk about protocols, but the only valid protocol would be something like perceive, think, act." - Ray Peat
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Daniel
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Beitrag » 22.10.2013 15:00

Ich benutze Ajona und bin eig sehr zufrieden.
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tobieagle
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Beitrag » 29.12.2013 13:18

Das ist ein Thema, bei dem ich mir noch sehr unschlüssig bin. Wenn ich das richtig verstehe, wirkt Xylitol vor allem dann antikariogen, wenn es mehrmals täglich konsumiert wird bzw. über einen längeren Zeitraum im Mund verbleibt. Lange genug also, um den pH-Wert dauerhaft zu erhöhen und somit die Säureproduktion zu hemmen und die Zahnremineralisation, die ab einem pH-Wert von 7,0 stattfinden kann, zu ermöglichen. Daher bin ich mir nicht sicher, inwieweit Xylitol in Form von Zahnpasta antikariogen wirkt, wenn sie nach ein paar Minuten ausgespült wird.
Vielleicht sind die handelsüblichen Pasten durch die enthaltenen Putzkörper so abrasiv, dass unser Bild von hellen Zähnen unphysiologisch ist, aber bei reinem Xylitol ohne weitere enthaltene Putzkörper gibt es immer wieder die Erfahrung von Zahnverfärbungen, teilweise sogar mit Bildung von Zahnstein an den vorderen, unteren Schneidezähnen. Nun liegen die speichelproduzierenden Drüsen ja unmittelbar vor den Schneidezähnen und werden durch Xylitol zur Speichelproduktion angeregt. Vielleicht führt ein Übermaß an "insuffizientem" Speichel mit nicht hinreichend antibakteriellen Lysozymen etc. generell zu Zahnstein. Auf jeden Fall stimmen mich diese Erfahrungsberichte skeptisch.
Worüber ich bei Xylitol manchmal schmunzeln muss: das Kauen von Birkenrinde scheint Tradition zu haben. Nur enthält Birkenrinde eben auch Faserstoffe, die zusätzlich zum reinen Xylitol einen Putzeffekt hat.

Was die Abrasivität durch Natron angeht, so ist das anscheinend eine Behauptung, die in erster Linie von Zahnärzten aufgestellt wird. Ich habe dazu im Prinzip kein wissenschaftlich fundiertes Material gefunden. Vielleicht war da jemand aus dem Forum erfolgreicher? Im Moment vermute ich, dass Natron weniger zum direkten Putzen als vielmehr zum Ausspülen genutzt werde sollte.
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Ian
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Beitrag » 10.10.2014 13:32

was hält ihr von miskwak bzw. der swak-bürste? erfahrungen gemacht?
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Beitrag » 10.10.2014 15:01

Das enthaltende Fluorid, sowie die Tannine im Miswak bzw. Swak sind potentiell problematisch.

Meine Meinung ĂĽber Fluoride steht bereits oben. Peats Meinung ĂĽber Tannine:

"The toxins of plants include phenols, tannins, lectins/agglutinins, and trypsin-inhibitors, besides innumerable more specific metabolic inhibitors, including “anti-vitamins.” Unsaturated fats themselves are important defenses, since they inhibit trypsin and other proteolytic enzymes, preventing the assimilation of the proteins that are present in seeds and leaves, and disrupting all biological processes that depend on protein breakdown, such as the formation of thyroid hormone and the removal of blood clots."

http://raypeat.com/articles/articles/vegetables.shtml
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Beitrag » 11.10.2014 11:51

Xylit wirkt hervorragend gegen Karies und macht bei dir die Zähne spürbar glatter.

es gibt einen finnischen (?) Zahnarzt der sich sehr stark für Xylit einsetzt und es erfolgreich in seiner Praxis bei seinen Patienten einsetzt. Angeblich hilft es wunderbar gegen Karies und Paradontose. Dabei wird er von Kollegen, Professoren, usw ignoriert, während Xylit in Frage gestellt wird.

Hier mal ein Zitat von ihm
Liebe Lila, Sie trefen genau ins Schwarze.
Xylitol ist nicht patentierbar, das hat nach anfänglichem Interesse der Pharmaindustrie in den 1970er Jahren zum "Vergessen" dieses Stoffes geführt. Auch der bekannteste Kaugummihersteller hat Xylit erst eingesetzt, als die Kunden das verlangt haben. Dabei ist es in Europa interessant zu sehen, das es in Skandinavien Produkte mit viel Xylit gibt, in Deutschland diese Produkte des selben Herstellers aber nicht erhältlich sind.
Was die wissenschaftliche Basis des Xylit angeht ,so gibt es sehr viele Studien, doppelblind usw. . Das kann man z.B. bei "pubmed" nachlesen, auch unter http://www.xylitol.com und http://www.xylitol.net findet man einige Egebnisse.
Das verblüffende in meinem Leben war ,dass ich das Xylit pur in denMund genommen habe. Auf diese Idee waren die Forscher , wie der weltbekannte Xylitol-Forscher Kauko Mäkinen aus Turku schlicht und einfach nicht gekommen. Das war wohl zu einfach.

Die Belize-Studie und die Ylivieska Studie zeigten, dass alleine Xylit ( hier als Beigabe zu Kaugummis ) Karies sehr stark reduzieren und verhindern kann. Das hatte mich damals zum Selbstversuch angespornt.

http://www.bzb-online.de/juni06/42.pdf
http://www.bzb-online.de/juni06/43.pdf

Über viele Jahre habe ich Xylitol eingesetzt, der Erfolg war mehr als positiv, angesprochene Hochschullehrer waren vollkommen ablehnend, somit bleibt momantan nur der Weg über den Einzelnen. Ethisch ist ein körpereigener Stoff, der auch als Lebensmittelzusatz ohne Einschränkungen anerkannt ist , ja kein Problem.
Ich teile Lilas Vermutung ,dass man mittels Xylitol den Behandlungsumfang stark reduzieren könnte, dies zu Existenzproblemen der Behandler führen kann.

Doch genau das ist doch die Botschaft der Heilkunde : HEILEN , nicht etwa heilen verhindern.
Dann muss man eben seine Patienten heilen und auswandern oder den Beruf wechseln. Vielleicht wäre auch die Politik ein Arbeitsfeld?



Ein Kommentar vom Doc im Ă„rzteblatt:
http://www.aerzteblatt.de/archiv/52159?src=toc

haha, die erste Antwort.
http://www.aerzteblatt.de/archiv/52160?src=toc
Dr. Bruhn vermittelt den Eindruck, dass Xylit ein „Heilmittel“ gegen Karies und Sorbit im Gegenzug Karies fördernd sei. Dies ist nicht zutreffend.


er hat sich in diesem thread beteiligt:
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.ph ... eel%F6ffel

Die Methode ist relativ simpel: bis zu 3xtäglich mit xylit 3-5 Minuten spülen/putzen. Zahnpasta kann zusätzlich verwendet werden.
Unlock
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Beitrag » 11.10.2014 14:30

Hey Unlock, wo hast du dein Xylit gekauft, welches Produkt kannst du empfehlen?
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Beitrag » 11.10.2014 16:54

ich kaufe mein Xylit in einem lokalen Reformhaus. Es handelt sich um die Marke Birkengold 500g 8€. Ich hab den aktuellen Xylitkilopreis nicht im Überblick, kann also nicht sagen ob es günstig ist. Ist aber qualitativ hochwertig. Hatte auch mal eines von Vollkraft, dass auch gut war. Die 500g reichen bei mir relativ lange, also schon mehrere Monate. Typischerweise sollte es so sein, dass man Menge bei langfristiger Anwendung reduzieren kann, wenn man will. Ich möchte das Gefühl der glatten Zähne aber nicht mehr missen ;)

Grundsätzlich würde ich empfehlen das kristalline Xylit zu verwenden und nicht das Pulver. Hatte beim Pulver immer das Gefühl doppelt soviel für die gleiche Wirkung nehmen zu müssen. Bei Xylit-Zahnpasta wäre ich hingegen vorsichtiger, da diese vermutlich zu wenig Xylit enthalten.

btw gibt es mittlerweile auch gĂĽnstige Xylit Kaugummi.
Unlock
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