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Für persönliche Beratung und Fragen zu eigenen Erkrankungen.
Hallo,

ich ernähre mich seit einer Woche nach RP und habe seitdem mit Problemen zu kämpfen, anfangs nur Verdauungsprobleme und Müdigkeit (die ersten beiden Tage), und seitdem eine latente Erkältung.
Woran könnte das liegen?

Vorher habe ich mich sehr schlecht ernährt und wenig Kalorien aufgenommen, jetzt ernähre ich mich vermeintlich gesund, esse genug und übertreibe es nicht mit dem Sport - und trotzdem habe ich eher mehr Probleme als vorher. :cry:

Bitte um Rat.
Grüße, David.

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Tcrazyjam
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Wieviel Salz nimmst du täglich zu dir?
Mumpitz
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Beitrag » 09.09.2013 11:25

Wie schaut deine Ernährung denn im Moment aus?
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Punkt
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Beitrag » 09.09.2013 16:43

Ich nehme relativ viel Salz (Meer-und Jodsalz) auf.
Ich kann aber nicht sagen wie viel Gramm, jedenfalls wesentlich mehr als die DGE empfiehlt.

Meine typische Ernährungsweise sieht so aus:

Täglich:
* 1/2 - 1 Liter laktosefreie Milch,
* 1/2 - 1 Liter Traubensaft,
* viel Honig (bis zu 150 g),
* Pfirsiche/ reife Bananen,
* Eier (2-3),
* 250 g Rinderhackfleisch,
* ca. 10 g Gelatine,
* etwas Gemüse (Zuccini, Möhren),
* Kokosfett (ca. 50-80 g/Tag)

2-3 mal pro Woche:
* Kabeljau
* etwas Olivenöl
* Butter
* 85 % Schokolade (50 g.)

1 mal wöchentlich:
* 150-200 g Rinderleber

Kalorien im Schnitt
~ 2800 kcal pro Tag
KH: 170-250 g (fällt mir schwer zu erhöhen, wegen Darmproblemen)
Fett: 130-180 g
EW: 130-150 g

Ich denke darüber nach mir ein Supplement zu kaufen. Allerdings sind die wirklich guten Sachen sehr teuer (z.B. Trans-Resveratol). Und ob das dann auch wirklich was bringt, steht in den Sternen :(

Ich bin echt ratlos
Grüße, David.

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Beitrag » 09.09.2013 20:17

Wegen den Verdauungsproblemen würde ich mal den Traubensaft weglassen/reduzieren. Ich weiß nicht warum aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass zu viel davon einem schlecht bekommen kann.
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tobieagle
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Beitrag » 09.09.2013 21:04

tobieangle,
du hast recht. Ich führe ja Ernährungstagebuch und stelle fest, daß Problem nummer eins die (laktosefreie) milch ist, nach der ich mich unwohl fühle. gleich danach kommen frische weintrauben, und deshalb vermute ich auch eben, daß traubensaft probleme verursacht.
honig dagegen geht mit heißen wasser.

Nichtsdestotrotz ist es komisch, vorher habe ich viele brötchen gegessen usw., und hatte diese probleme eben nicht.
Grüße, David.

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Beitrag » 09.09.2013 21:53

Wie tobieagle bereits geschrieben hat, nimm mal den Traubensaft raus. Hast du Probleme mit Orangensaft?

Ersetzte den Honig einmal probehalber durch Zucker. Wenn du den Honig ohnehin erhitzt zu dir nimmst, dann ist da außer dem Geschmack auch nichts mehr besonders drin.

Pfirsiche enthalten viel Sorbit, welches die Fruktoseaufnahme hemmen und somit eine Fruktosemalsorption begünstigen kann.

Versuche einmal herauszufinden, wieviel Salz du tatsächlich zu dir nimmst. 1 Teelöffel Salz sind ca. 4 Gramm. Was das Salz angeht, solltest du von den Salzen mit Zusatzstoffen (Jod, Fluor) sowie Meersalz Abstand nehmen. Am besten ist tatsächlich Tafelsalz. Am besten komplett ohne Rieselhilfen. Regeneriersalz für Haushaltsgeräte ist sogar hochreines Natriumchlorid.

Zu der laktosefreien Milch kann ich nichts sagen. Gut möglich, dass die zugesetzten Enzyme (auch wenn ich es zunächst einmal nicht glauben würde) Probleme bereiten können. Du solltest es vielleicht zunächst einmal mit Käse versuchen. Versuche dich allmählich an normale Milch zu gewöhnen. Mit kleinen Mengen zusammen mit einer Mahlzeit beginnen und je nach Bekömmlichkeit sehr langsam steigern.

Ich weiß, man würde sich am liebsten gleich von Anfang an "perfekt" ernähren, aber das ist leider nicht möglich. Man muss dem Körper erst an mal an die deutlich andere Ernährungsweise gewöhnen. Das geht nicht von jetzt auf gleich. Es ist wirklich besser alles etwas langsamer anzugehen.
Mumpitz
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Beitrag » 09.09.2013 22:21

Mumpitz,

vor kurzem habe ich von einem User hier den Ratschlag erhalten bei Darmproblemen auf Traubenzucker/Zucker zu verzichten (weil da noch ein Rest von Polysachariden drin sein soll), jetzt weiß ich nicht weiter.

Einerseits muss ich auf meine KH-Menge kommen (vor allem da ich Sport treibe), andererseits sehe ich die Probleme auch eher bei den KH-Quellen wie Früchten (oder Milch).

Ich werde jetzt zunächst die Milch rausnehmen (habe ja Calciumcitrat gekauft, vor einiger Zeit) und auch den Traubensaft reduzieren, mit O-Saft habe ich mehr Probleme (wahrscheinlich wegen der Fruchtsäure).

Pfirsiche nehme ich auch raus, danke für den Tipp mit dem Sorbit - ist schon wahnsinn, was ihr alles so wisst :) ... Tafelsalz bekommt man im Supermarkt, nehme ich mal an. Wegen dem Jod muss ich mir dann auch keine Sorgen machen ? Esse ja dann nur den Fisch gelegentlich.

Auf den Honig kann ich nicht verzichten - habe ja sonst keine Alternative. Würde gern Zucker nehmen, aber das darf ich ja nicht (wird auch nicht im Rahmen der SCD erlaubt)
Grüße, David.

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Beitrag » 09.09.2013 22:47

Zu Trans-Resveratrol: Kannst du in die Tonne treten, ray peat hat sogar mal einen Artikel darüber geschrieben (hier).
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Blake
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Beitrag » 10.09.2013 07:30

Traubenzucker und Haushaltszucker sind zwei Paar Schuhe.

Zucker/Haushaltszucker ist Saccharose, ein Zweifachzucker aus Fructose und Glucose. Traubenzucker ist Glucose.

Haushaltszucker wird bei uns aus Zuckerrüben gewonnen. In anderen Regionen der Erde aus Zuckerrohr. (Lese dich bei Wikipedia über die Herstellungsverfahren ein.)

Traubenzucker wird dagegen aus Getreide hergestellt, z. B. Mais-, Reis- oder Weizenstärke. Die Stärke wird industriell durch Enzyme gespalten, bis nur noch Glucosemoleküle vorhanden sind. Gleiches gilt für Glucosesirup. Bei Glucose-Fructose-Sirup werden nochmal Enzyme hinzugefügt, welche die Glucose in Fructose umwandeln. Dann entsteht Glucose-Fructose-Sirup. Diese Prozesse können unvollständig ablaufen, sodass nicht alle Stärkemoleküle gespalten werden und einige übrig bleiben.

Haushaltszucker hat gegenüber Traubenzucker grundsätzlich den Vorteil, dass die Hälfte aus Fructose besteht. Diese Kombination hat einige positive Wirkungen auf unseren Körper.
Mumpitz
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Beitrag » 10.09.2013 10:04

Sorry für off-topic, aber warum ratest du von Meersalz ab? Wegen Verunreinigungen?
Shanks
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Beitrag » 10.09.2013 11:14

Ungewissheit über die Schwermetallbelastung. Bei reinem Salz ist man einfach auf der sicheren Seite. Das reinste NaCl bekommt man unter der Bezeichnung Regeneriersalz. Dieses hat nach DIN EN 973 einen Reinheitsgrad von 99,9 %.
Mumpitz
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Beitrag » 10.09.2013 14:29

Danke, für Eure Postings (auch danke an Blake für den Link).
mit dem Haushaltszucker bin ich mir noch unschlüssig- im Rahmen der SCD-Diät (die in erster Linie für Darmerkrankungen eingesetzt wird), wird jeglicher Zucker verboten.
Sagt denn Ray Peat ausdrücklich, daß Haushaltszucker bei Darmerkrankungen eingesetzt werden kann?
Grüße, David.

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Beitrag » 10.09.2013 14:42

In Bezug auf die Darmgesundheit ist Haushaltszucker wohl das unbedenklichste Kohlenhydrat, das es gibt. Es wird extrem leicht und schnell verdaut und kann schlechten Darmbakterien damit nicht als Nahrung dienen.

Was SCD angeht: Selbst da ist Honig zugelassen. Wenn du Haushaltszucker in Wasser löst, dann hast du bis auf den Geschmack fast die gleiche Zusammensetzung, wie bei Honig.

Zucker (vor allem natürlich aus Obst) ist das einzige, was Peat uneingeschränkt empfiehlt.
Mumpitz
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Beitrag » 10.09.2013 15:28

Hallo Tcrazyjam,

auf Deine letzte PM werde ich jetzt mal hier in dem von Dir eröffneten Thread antworten.
Wie ich Dir bereits mitteilte, würde ich bei schwerwiegenden Magen-Darm-Problemen tunlichst die Finger von Maltodextrin und Glukosepulver lassen. Gerade bei letzterem ist es oftmals nicht die Reststärke, sondern Verunreinigungen im Herstellungsprozess. Sowohl bei der Herstellung von Maltodextrin, als auch bei Glukosepulver kommen Enzyme (i.d.R. synthetisiert aus Bakterien) zum Einsatz, die z.T. zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen können, wenn man bereits gesundheitlich angeschlagen bzw. vorbelastet ist.
Gleiches gilt für Käse, laktosefreie Milch und für einen sehr großen Teil der bei uns erhältlichen Säfte (darunter auch Traubensaft). Überall da kommen heutzutage Enzyme zum Einsatz. Wie Du nun leider am eigenen Leib erfahren musstest, sind eben gerade diese Lebensmittel problematisch, wenn das Verdauungssystem bereits in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Meine Empfehlung wäre ganz klar: Gewöhnliche UHT-Milch (und zwar eine, die du gut verträgst), weißer Rohrzucker (z.B. im Kaufland von 2 Firmen erhältlich), Leber, Schalentiere (sofern du diese verträgst) und Kokosfett. Auch von Honig würde ich erst einmal Abstand nehmen. Das allergene Potential ist bei einem bereits entzündeten Darmtrakt einfach zu hoch.
Wenn Du Probleme mit der Fettverdauung hast, dann würde ich Dir neben Leber auch Eigelb empfehlen, aber nur, wenn du dieses gut verträgst!
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