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Beitrag » 23.02.2014 13:20

Ich hab meinen Cholesterinspiegel längere Zeit nicht testen lassen, weil ich mich darauf konzentrieren meine Darmprobleme zu beheben. Was mir mehr oder mehr gelingt, weil ich konsequenter bin in meiner Ernährungsweise. Momentan halte ich mich an Ray Peats Rat mich hauptsächlich von Milch, Orangensaft, Eiern & Karotten zu ernähren, um etwas Gewicht zu reduzieren. An Krafttrainingstagen esse ich zusätzlich eine ganze Packung Datteln, ansonsten überwiegend Kokosfett. Die Pufa-Reduktion gelingt mir hierbei sehr gut, ich liege an keinem Tag über 4 gr. Außerdem hat sich mein Bauchumfang reduziert. Allein in den letzten 5 Tagen um 2 Cm. Das Gewicht hat sich nicht verändert, was ich positiv bewerte :)
Ich denke, ich warte ab bis ich mindestens 10 cm am Bauch verloren habe, dann werde ich meinen Cholesterinspiegel nochmal messen lassen ;)

Im Moment geht es mir gut! ;)

PS: Ich betreibe ein Ein-Satz-Training, zweimal die Woche. Eine Einheit dauert zwischen 15-25 min.!
Grüße, David.

einer der besten artikel über pufa (polyunsaturated fatty acids)
https://www.westonaprice.org/health-topics/know-your-fats/precious-yet-perilous/

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Beitrag » 23.02.2014 13:40

Schön zu hören :)
Mach dir auch nicht so viel Gedanken über Cholesterin.
Für kurze Zeit und mit wenig Pufa halte ich einen etwas erhöhten Spiegel für absolut unbedenklich.
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tobieagle
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Beitrag » 23.02.2014 16:39

Das sind gute Neuigkeiten :) Bin ganz tobieagles Meinung. Ist dein Paket schon angekommen?
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Punkt
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Beitrag » 23.02.2014 17:11

@ Punkt, liegt im Frankfurter Flughafen
Grüße, David.

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Beitrag » 23.02.2014 17:59

Ich denke sobald du die Darmprobleme behoben hast, und damit hoffentlich das abdominelle Fett verschwindet, dann müsste zeitgleich auch das Cholesterin runter gehen. Peat hat ja irgendwo erwähnt das cholesterin teilweise auch als schutzmechanismus gegen bakterien hochgeht.
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Blake
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Beitrag » 25.02.2014 11:11

Das denke ich auch.

Nochmal hier für alle:
Ich hab heute meine Sendung aus Thailand erhalten und frage mich, ob ich es (Thiyroid) bedenkenlos einnehmen kann, da ich ja im Kaloriendefizit bin? Ich weiß, Diät dürfte ich eigentlich nicht machen, aber ich bin mit meinem Gewicht und der Körperfettverteilung unglücklich. Und eine ausgeglichene Bilanz hat nicht ausgereicht, um meine Körperkomposition zu verändern, im Gegenteil, ich nahm stetig an Bauchumfang zu. Derzeit mache ich eine normale Diät und kein alternierendes Fasten, weil beim Fasten meine Körpertemperatur ganz schön gesunken ist. Ich ernähre mich nun von den o.g. Lebensmitteln und liege dabei täglich bei 500 kcal unter meinem Erhaltungsbedarfs. ;)

Hier meine letzten Werte (hab da L-Thyrox seit 5 Wo. abgesetzt und mich normal ernährt):
http://www7.pic-upload.de/22.01.14/efsdux825npq.jpg

Zuletzt geändert von Tcrazyjam am 25.02.2014 13:54, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, David.

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Beitrag » 25.02.2014 13:50

Und hier der Befund der Endokrionologin:

Schilddrüsenvolumen:
recht 5ml, links 5ml. Binnenstruktur homogen, echonormal, keine Knoten. Insg. 10 Ml: Ist meine SD nicht zu klein geraten?

Zusammenfassende Beurteilung:
Sonografisch zeigte sich eine normal große Schilddrüse mit unauffälliger Binnenstruktur, schilddrüsenspezifischer Antikörper waren nicht nachweisbar. Es ergab sich damit kein Anhalt für eine manifeste Schilddrüsenerkrankung. Nach Absetzen der niedrig dosierten L-Thyroxin-Therapie zeigte sich weiterhin eine euthyreote Stoffwechsellage. Meines Erachtens besteht keine Indikation zu einer Schilddrüsenhormontherapie. Höhe TSH-Werte finden sich auch in der Erholungsphase nach schweren Allgemeinerkankungen, aufgrund einer verschobenen zirkaddianen Rhytmik bei Schlafstörungen oder infolge eines TSH-Rezeptor-Polymorphismus. Klinisch und laborchemisch ergab sich kein Anhalt für eine Hypophysenfunktionsstörung, insbesondere kein Anhalt für einen Testosteronmangel. Hohe ACTH-und Cortisol-Spiegel ohne klinisches Korrelat für ein Cushing-Syndrom erklären sich im Rahmen der Depression. Eine überhöhte Vitamin-D-Supplementierung sollte pausiert werden, eine Kontrolle des Vitamin-D-Spiegels in ca. 4 Monaten erfolgen. Es ergab sich kein Anhalt für einen Eisen-oder vitamin b12-Mangel im Rahmen von Resorptionsstörungen z.B. bei Zöliakie.

Therapieempfehlung:
- Dekristol-Pause
- Beendigung der L-Thyroxin-Therapie

Ich bin mir ziemlich sicher, daß meine Hausärztin mir Thybon verschrieben hätte, wenn Sie den Befund nicht bekommen hätte!
Grüße, David.

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Beitrag » 26.02.2014 09:23

Insg. 10 Ml: Ist meine SD nicht zu klein geraten?


Ja, das entspricht schon der Untergrenze... Da innere Organe bei Überlastungen allerdings oft dazu neigen, sich zu vergrößern, sind Mediziner bei einer kleinen Schilddrüse häufig relativ gelassen, wenn es keine pathologischen Veränderungen in der Struktur gibt. Es werden auch Fälle mit noch kleineren Schilddrüsen beschrieben, die "symptomfrei" sind. Das Schwierige ist, dass es zur Schilddrüsenforschung keine gute Ernährungsforschung gibt. Thyroid macht oft sehr empfindlich für Adrenalin. Nimmt man einfach nur Schilddrüsenhormone - viele Patienten werden in Richtung unter 1,0 mU/l (TSH) eingestellt, folgt aber den klassischen Ernährungsideen, geht das wahrscheinlich schief. Ein hoher Metabolismus benötigt nunmal Nährstoffe, erst recht bei uns in Europa. Ansonsten sieht die Genetik bei den meisten vor, mit Speck die Wärme zu dämmen - das ist nunmal die Reaktion auf Cortisol-Eskapaden, das sogar vom Bauchfett resorbiert wird und somit den circadianen Rhythmus zerhaut und die Aktivierung von Thryoid unterdrückt. ;)
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Beitrag » 26.02.2014 23:41

Bisschen offtopic, aber da du zirkadiane Rhythmik ansprichst: Bist du eher ein Fan von Morgens oder Abendseinnahme von Thyroid? Hab irgendwann mal eine Studie gelesen dass die abendeinnahme gar nicht so schlecht sein soll (allgemein ist die empfehlung bei 30 minuten vor dem frühstück nüchtern).
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Beitrag » 27.02.2014 09:29

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17201800
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21149757

Wird 1x tgl. L-Thyroxin eingenommen, empfiehlt sich wahrscheinlich tatsächlich die abendliche Variante. Ich möchte jetzt nicht zu stark "paleo" argumentieren, aber ich denke, morgens bzw. zum Frühstück wurde weder geschlachtet noch gejagt - die exogene Hormoneinnahme durch tierische Produkte erfolgte ursprünglich wohl eher am späten Nachmittag oder am frühen Abend - bis die Milch ins Spiel kam. V.a. bei hohen Cortisolspiegeln und einem verschobenen circadianen Rhythmus wird das Cortisol morgens mit der enzymatischen Aktivierung von L-Thyroxin in die letztlich wirksame Variante interferieren.

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Beitrag » 28.02.2014 02:08

Ja, so sehe ich das auch. Mit der exogenen Hormoneinnahme sprichst du einen interessanten Punkt an. Ich frage mich schon seit einiger Zeit ob damit überhaupt der Körpereigene Bedarf, insbesondere hinsichtlich der Unterschiede von Tag zu Tag (ein Tag isst man mehr, den anderen weniger, mal mehr mal weniger Stress ...) adäquat gedeckt werden kann. Ich bin zur Zeit am experimentieren Thyroid eher "nach Gefühl" und dem individuellen Bedarf einzunehmen (z.b. wenn ich einen tag weniger gegessen habe nehme ich auch weniger/kein thyroid, da ich befürchte sonst katabole prozesse zu starten). Auch sehe ich unreflektiertes thyroid-hochdosieren (wie von einigen praktiziert) zunehmend kritisch.

Vg,
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Beitrag » 28.02.2014 12:28

Das Euthyriod Sick Syndrome (ESS) beschreibt es ja ganz gut: die Schilddrüsenwerte verändern sich sehr dynamisch. Selbst Schlafentzug führt logischerweise zu höheren TSH-Werten. Das ist aber alles nicht "schlimm", sondern Teil eines sinnvollen Regulierungsprogrammes.
Der größte Unterschied zwischen dem Essen ganzer Tiere inklusive Hormondrüsen liegt m.E. aber nicht nur in der besseren Balancierung durch Nährstoffe, sondern auch in der Bioverfügbarkeit der Hormone. Der FPE der Leber, die Bluthirnschranke etc. sind keine undurchdringliche Filter, sondern lassen sich pharmakologisch gezielt aushebeln. Synthetische Schilddrüsenhormone kann der Körper m.E. nicht so gut regulieren wie NDT. Je aktiver die Hormonkonstellationen sind (synthetisches T4 lässt sich ja bei guter Leberfunktion noch ganz gut handeln und zeitverzögert umsetzen), desto kritischer kann es werden. V.a. wenn dann auch noch niedrige Cholesterinspiegel vorliegen, geht es meistens zur Sache.
Aktive Hormonformen sollten m.E. nicht in einer hohen Dosis genommen werden. Die TSH-Sekretion erfolgt zwar z.B. pulsatil & zirkadian, aber ich glaube nicht, dass man nach ein bisschen recherchieren im Internet besser über seine Thyroid-Produktion Bescheid weiß als sein eigenes Stammhirn. ;)

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Beitrag » 01.03.2014 15:36

Was wäre denn eurer Meinung nach besser?
NDT in der Diät einzusetzen, oder nach Beendigung der Diät?

Meine Körpertemperatur betrug heute morgen 36,1 Grad.
Ich bin außerdem deutlich im Kaloriendefizit (nehme im Schnitt 2100 kcal zu mir) und verliere seit 2 Wochen nicht an Gewicht, allerdings 4 cm am Bauch.
Grüße, David.

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Beitrag » 02.03.2014 10:13

http://www.youtube.com/watch?v=t8WaRq8kekw
Sollte man sich wirklich mal genauer anhören, zwischen den Zeilen steckt da wirklich ne ganze Menge drin. ;)

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Beitrag » 02.03.2014 11:56

Mir ist der Zusammenhang zwischen chronisch erhöhten Cortisol und Übergewicht mehr oder weniger bewusst. Viel mehr noch, führe ich meinen erhöhten Cortisolspiegel auf meine Schlafprobleme zurück. Glücklicherweise habe ich hier vor ca. 5 Tagen ein AD verschrieben bekommen, welches meine Schlafqualität deutlich verbessert hat; ich bin viel ausgeruhter morgens. :) Das AD heißt Mirtazapin. Ich nehme es in einer sehr geringen Dosierung ein (7,5 mg). Die übliche Dosierung bei Depressiven liegt bei 30-60 mg. Laut Diplomarbeit soll dieses Medikament den Cortisolspiegel senken; ...allerdings berichten auf sanego knapp 50 % der User über Gewichtszunahme (über eine Appetitsteigerung). Glücklicherweise merke ich davon nichts, im Gegenteil, ich hab eher Appetitlosigkeit.

Ich hab nun für mich entschieden eine sehr geringe Dosis NDT zu nehmen (1/4 Grain) & meine Körpertemperatur genau im Auge zu behalten. Sollte ich Stresssymptome bemerken o.ä., setze ich NDT wieder ab. Desweiteren lasse ich meine Blutwerte nächste Woche kontrollieren, und dann wieder in 4 Wochen :)
Grüße, David.

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