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Ernährungswissenschaft?

Beitrag » 24.03.2018 22:24

Hey Leute,

was mir schon länger durch den Kopf geistert...
Es existierten und existieren viele verschiedene Ernährungsempfehlungen, die einander widersprechen. Und gleichzeitig finden sich zu fast allen Ernährungsempfehlungen Studien, die diese stützen.

Wie kann das sein? Wie können zwei widersprüchliche Empfehlungen koexistieren?
Wo schleichen sich all die Fehler ein?
Bei dem Design der Studie? Bei der Interpretation der Studie?

Wie seht ihr das?
Hat jemand von euch ein paar erhellende Gedanken und möchte sie vielleicht teilen? :mhh:
quer
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Beitrag » 09.05.2018 20:41

Hi quer, schön dass du dieses Forum noch bevölkerst :)

Das Problem ist sicher vielschichtig, zwei Faktoren wären:

2. Es gibt nur wenige Ernährungsstudien, welche einen Kausalitätszusammenhang wirklich zeigen können (randomisierte kontrollstudien). Und noch wenige von diesen Studien sind gross genug um relevante Outcomes wie Sterblichkeit oder Häufigkeit relevanter Krankheiten zu untersuchen (dafür braucht es meist mehrere Tausend Teilnehmer pro Gruppe). Und selbst diese wenige Studien sind abhängig von der untersuchten Population und der jeweiligen Methodik und Kontrollgruppe.

2. Studien werden von Forschern gemacht, welche selbst Überzeugungen und Ideen haben wie Dinge sein sollten. Missliebiges wird leider allzu oft entweder nicht publiziert (Publikationsbias) bzw. die Daten bzw. Interpretation solange gebogen bis es in die Hypothese passt. Das Risiko hierfür ist bei kleinen Studien umso grösser und dementsprechend gibt es auch so viele vermeintlich widersprechende Studien in diesem Bereich.
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