Home » Allgemeines » Ernährung » Wie sieht eure Diät aus?


Diskussionen über einzelne Nahrungsmittel, Rezepte und Diäten.

Beitrag » 18.10.2013 19:19

Naja man kann sich das Leben auch selber umständlich machen.
Ich koche meistens 1 mal pro Woche Reis und 1 mal pro Woche Kartoffeln. Das reicht fĂĽr die ganze Woche.
Immer schön große Portionen, was nicht gebraucht wird, kommt in den Kühlschrank.
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tobieagle
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Beitrag » 22.10.2013 18:12

Hi, ich dachte ich poste das hier rein. Undzwar habe ich auf der wieder eröffneten Seite peatarian.com gelesen, dass Ray Peat früher extrem viele Kalorien zugeführt hat.

Zitat:
In my teens and twenties, I needed about 8000 calories per day when I was physically active, about 4000 to 5000 when I was sedentary, but after I took thyroid, I needed only about half as many calories.


Ich frage mich wie das funktionieren kann, ohne, dass man exzessiv an Gewicht zu legt (denn er hat ja später erst mit Schilddrüsenhormonen experimentiert)?
Ich persönlich nehme sofort zu, wenn ich mehr als 3500 kcal zuführe.

Wieviele Kalorien nehmt ihr ungefähr auf, und wie hat sich euer Gewicht entwickelt?
GrĂĽĂźe, David.

einer der besten artikel ĂĽber pufa (polyunsaturated fatty acids)
https://www.westonaprice.org/health-topics/know-your-fats/precious-yet-perilous/
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Tcrazyjam
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Beitrag » 22.10.2013 19:49

Ich fande es auch erstaunlich als ich das erfahren hatte. Bei 8000 Kalorien muss man ja den ganzen Tag mit Essen beschäftigt sein. Ich vermute die Ursache war eine starke Schilddrüsenunterunktion, die zu Untergewicht führte.

Ich habe darĂĽber etwas in der Anmerkung zu meinem Artikel ĂĽber die Ursachen von Ăśbergewicht geschrieben:

"Die negativen Auswirkungen einer Schilddrüsenunterfunktion und geringen metabolischen Rate können je nach Individuum stark unterschiedlich sein. Auf den ersten Blick paradox erscheinend, weisen auch Normalgewichtige und insbesondere sogar Untergewichtige oft eine Unterfunktion der Schilddrüse und geringe metabolische Rate auf. Aufgenommene Lebensmittel können dann vermutlich nur ineffizient vom Organismus verwertet werden und man neigt auch bei großer Kalorienaufnahme eher zu Untergewicht. Viele untergewichtige Personen – zu denen auch Ray Peat und ebenfalls ich angehörten - verzehren täglich mehrere Tausend Kalorien, ohne eine Gewichtszunahme. Der deutsche Ernährungskritiker Udo Pollmer nennt in seinem „Lexikon der populären Ernährungsirrtümer“ mehrere statistische Studien nach denen schlanke Menschen durchschnittlich sogar mehr Kalorien (und Zucker) am Tag verzehren als Übergewichtige."


Ich persönlich nehme zwischen 2000 und 4000 Kalorien am Tag auf, wenn ich sesshaft lebe. Mit körperlicher Betätigung eher 3000 - 4000. Wenn ich wenig esse muss der Glykogenspeicher in meiner Leber als Energielieferant herhalten, richtigen Hunger (mit Magenknurren) habe ich sehr selten :wink:
"When people start thinking about the things in their life that can be changed, they are exercising aspects of their organism that had been atrophied by being in an authoritarian culture. Authoritarians talk about protocols, but the only valid protocol would be something like perceive, think, act." - Ray Peat
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Daniel
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Beitrag » 22.10.2013 21:17

Aufgenommene Lebensmittel können dann vermutlich nur ineffizient vom Organismus verwertet werden und man neigt auch bei großer Kalorienaufnahme eher zu Untergewicht


Ist bei meinem Bruder und mir auch der Fall. Wir essen und essen aber wir nehmen nicht zu. Vor einem halben Jahr hab ich dann neben den stärkehaltigen KH noch zusätzlich 2l Fruchtsaft am Tag eingebaut und in dem Zeitraum ist mir ein "kleiner Bauch" gewachsen und mein Doppelkinn kommt auch immer mehr zum Vorschein trotz leichtem Untergewichts... Vermutlich ist neben der SD-Unterfunktion noch eine Hormondisbalance (Öströgendominanz? = Fettablagerungen häuptsächlich an Bauch, Brust, etc., aufgedunsenes Gesicht?) gegeben oder?
Shanks
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Beitrag » 23.10.2013 15:15

Shanks hat geschrieben:
Vermutlich ist neben der SD-Unterfunktion noch eine Hormondisbalance (Öströgendominanz? = Fettablagerungen häuptsächlich an Bauch, Brust, etc., aufgedunsenes Gesicht?) gegeben oder?


Eine Schilddrüsenunterfunktion und ein gestörter Hormonhaushalt hängen eng miteinander zusammen. Östrogene führen wie du bereits erwähntest eher zu einer Fettzunahme/Muskelabnahme, während Testosteron hingegen eher zu Fettabnahme/Muskelzuwachs beiträgt. Schilddrüsenhormone steigern den gesamten Energiebedarf und -verbrauch (metabolische Rate), sowie die Effizienz des Energienutzung.
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Daniel
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Beitrag » 23.10.2013 19:42

Daniel hat geschrieben: SchilddrĂĽsenhormone steigern den gesamten Energiebedarf und -verbrauch (metabolische Rate), sowie die Effizienz des Energienutzung.


T3 kann den Uncoupling-Mechanismus auslösen, was die Effizienz des Energiestoffwechsels eher verringert, indem mehr Hitze und weniger ATP produziert wird, während gleichzeitig die zelluläre Respirationsrate steigt. Im Allgemeinen ist dieser Effekt eher als positiv zu bewerten, obwohl es einige wenige Todesfälle (bei starker Überdosierung) durch Hyperthermie gibt, ähnlich wie bei der Nutzung von 2,4-Dinitrophenol.

Zu meiner Ernährung: Hauptsächlich Obst, Milch, Käse, Kartoffeln, Rindfleisch und Schokolade. Nachdem ich nun den Großteil meiner Gesundheitsprobleme gelöst habe, esse ich auch ab und an mal wieder Getreide.
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Dewitt
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Beitrag » 23.10.2013 20:32

Interessant, von diesem Mechanismus hatte ich zuvor noch nicht gehört.

Die Steigerung der Energieeffizienz durch Schilddrüsenhormone war in meinem Beitrag insbesondere auf die Kalorienzufuhr (bei einer Schilddrüsenunterfunktion) bezogen. Also dass aufgenommene Kalorien dann vermutlich effizienter verwertet werden und weniger Kalorien notwendig sind. Daher konnte Peat seine ehemals extreme Kalorienzufuhr (5000 - 8000 Kcal) durch die Einnahme von Schilddrüsenhormonen halbieren. Wenn allerdings zu wenig Kalorien (z.B. 1000 Kcal) benötigt werden, dann wird eine T3/T4-Supplementation durch die anschließende Erhöhung der metabolischen Rate dazu führen, dass wieder mehr Kalorien aufgenommen und verbraucht werden können. Bevorzugen würde ich in einem solchen Fall allerdings zunächst natürliche Methoden, wie eine gute Ernährung oder Muskelaufbau.
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Beitrag » 24.10.2013 21:24

Shanks, ich habe letztens dein Leber-Rezept ausprobiert und es schmeckt köstlich :) Danke für den Tipp!
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Blake
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Beitrag » 25.10.2013 20:59

Das Leber-Rezept werde ich definitiv auch mal probieren. Aber ich habe eine Frage zur Schokolade: Bitter schmeckt mir nicht, kann ich eine einfache "Zuckerschokolade" nehmen? Derzeit bleibt der Genuss ein wenig auf der Strecke; es ist so vieles mit Verzicht verbunden. Steinigt mich, aber ich vermisse z.B. Brot und Pizza.
In diesem Sinne sind Rezepte wirklich herzlich willkommen, auch das Pommes-Rezept werde ich ausprobieren, sofern ich Kartoffeln vertrage :)
GrĂĽĂźe, David.

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Beitrag » 25.10.2013 21:37

An sich spricht nicht viel gegen "Zuckerschokolade", du solltest nur auf die Inhaltsstoffe achten! So schleichen sich gerne Sache wie zum Beispiel Soja in Form von Sojalecithin ein ;)
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Beitrag » 25.10.2013 22:32

Danke. Hol mir dann morgen einen Vorrat Schokolade :)
GrĂĽĂźe, David.

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Beitrag » 26.10.2013 11:42

Die - meiner Meinung nach - beste Schokolade ist die von Rapunzel: Dunkle Vollmilchschokolade.

Kostet zwar 2Euro/100g ist dafĂĽr aber ohne nervende Inhaltsstoffe, bio, und hat nen relativ hohen Kakaomasseanteil - verglichen mit anderen Schokoladen. Zudem vertrag ich diese von alle Schokoladen am Besten.
quer
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Beitrag » 26.10.2013 11:55

quer hat geschrieben:Die - meiner Meinung nach - beste Schokolade ist die von Rapunzel: Dunkle Vollmilchschokolade.

Kostet zwar 2Euro/100g ist dafĂĽr aber ohne nervende Inhaltsstoffe, bio, und hat nen relativ hohen Kakaomasseanteil - verglichen mit anderen Schokoladen. Zudem vertrag ich diese von alle Schokoladen am Besten.


Alnatura Schockolade kostet 1 Euro/100g, ist bio und hat kein Soja oder NĂĽsse drin.

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Beitrag » 02.12.2013 15:22

Das Leberrezept klingt ganz hervorragend. Das muss ich unbedingt ausprobieren. Vielen Dank dafĂĽr.
Wenn wir dabei sind, wie sieht es denn mit Bier bei dieser Ernährung aus? Ich gönne mir ganz gern mal eins und habe besonders an Rauchbieren Gefallen gefunden. Ich hatte hin und wieder bei Bier Deluxe neue Sorten probiert. Sollte ich das jetzt wegfallen lassen?
Bitte entschuldigt, ich bin erst frisch dabei.
GruĂź an alle
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hillmas
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Beitrag » 02.12.2013 16:33

hillmas hat geschrieben:Das Leberrezept klingt ganz hervorragend. Das muss ich unbedingt ausprobieren. Vielen Dank dafĂĽr.
Wenn wir dabei sind, wie sieht es denn mit Bier bei dieser Ernährung aus? Ich gönne mir ganz gern mal eins und habe besonders an Rauchbieren Gefallen gefunden. Ich hatte hin und wieder bei Bier Deluxe neue Sorten probiert. Sollte ich das jetzt wegfallen lassen?
Bitte entschuldigt, ich bin erst frisch dabei.



Hallo hillmas,

herzlich willkommen! :D

Hab dazu auf peatarian ein passendes Zitat von Ray Peat gefunden:

Small amounts of alcohol can have some good antioxidant effects, but beer, wine, and dark whiskey, etc., contain enough estrogen to be harmful. Cannabis is antiandrogenic or estrogenic, but it can be protective in some situations. Protein, thyroid, sugars, and saturated fats are protective against both.


Übrigens mag ich die Bezeichnung "bei dieser Ernährung" nicht - auch wenn dus natürlich nicht negativ meintest. ;) Es gibt keine "Ray Peat-Diät". Die Ernährung kann natürlich "inspiriert" sein von ihm, aber jeder muss selbst herausfinden, was gut/schlecht für einen ist und was wie Einfluss auf einen hat.

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