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Diskussionen über Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente.

Beitrag » 15.01.2014 09:21

Wie so oft bei (fettlöslichen, hormonartig wirksamen) Vitaminen umfasst Vitamin A eigentlich eine ganze Stoffgruppe - und zwar in diesem Fall von Beta-Jonon-Derivaten. In Form von "Retinat" essenziell für das Sehen, bezieht sich die Wirkung von "Retinsäure" überwiegend auf Funktionen der Haut, der Zahnmineralisation, des Knochenstoffwechsels, der Stammzellendifferenzierung und mehrerer Regulationsprozesse in der embryonalen Entwicklung.

Das Problem bei Vitamin A ist nun, dass es in die Steroidogenese - also die Formung von Geschlechtshormonen aus Cholesterin - involviert ist. Führt man bei einem Organismus, der sich im "Notfall-Versorgungsprogramm" befindet (Energiebereitstellung durch Stresshormone) nun vermehrt Vitamin A zu, wird manchmal die Stresshormon-Produktion weiter angekurbelt (Teufelskreis). Bevor man Vitamin A supplementiert, muss man wahrscheinlich insgesamt günstigere Bedingungen schaffen, damit die Steroidogenese sich mehr in Richtung Testosteron (bei Männern) bewegt.

Diese unterschiedlichen Effekte sind wahrscheinlich auch der Grund, warum ein "Vitamin A-Mangel" in beide Richtungen Hautprobleme hervorrufen kann - bei einem zu schnellen und bei einem verlangsamten Stoffwechsel.
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Ian
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