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Diskussionen über Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente.

Quality free aminos

Beitrag » 04.06.2016 11:34

Hallo zusammen,

ich bin schon seit längerer Zeit auf der Suche nach sehr hochwertigen Aminosäuren. Was man allerdings in Europa bei Support Herstellern bekommt scheint absolut nicht prickelnd zu sein.

Nach einiger Zeit bin ich bei Chemikalien Herstellern fĂĽndig Geworden:
Glycin mit analytischem Grad
https://shop.es-drei.de/aminosaeuren/74 ... lyse?c=183

Lysin reinst
https://www.applichem.com/shop/produktd ... h-eur-usp/

Nun wollte ich vorm Kauf allerdings doch nochmal die Meinung eines Experten einholen. An für sich ist die Reinheit super, aber irgendwie fühlt es sich komisch an, da die Aminos nicht als Nahrungsergänzung beworben werden. Nicht das dann später Schwermetalle vorhanden sind oder so. Was meint ihr?

Und ich frage mich ob das Lysin hydrochlorid zur Einnahme geeignet ist, es gibt ja auch Lysin monohydrat.

LG
BastiFun
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Beitrag » 06.06.2016 16:17

Unlock
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Beitrag » 23.06.2016 20:07

Peat hält nichts von freien Aminosäuren und ich wüsste auch nicht wofür diese erforderlich sein sollten bei einer proteinreichen Ernährung. Ein Glas Milch bringt euch vermutlich mehr als jede freie Aminosäure, die ihr kaufen könnt. Das beste Proteinsupplement mit hilfreichen Aminosäuren ist Gelatine, und zwar am besten nicht hydrolisiert, damit die Aminosäuren noch miteinander verbunden sind.
"When people start thinking about the things in their life that can be changed, they are exercising aspects of their organism that had been atrophied by being in an authoritarian culture. Authoritarians talk about protocols, but the only valid protocol would be something like perceive, think, act." - Ray Peat
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Daniel
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Beitrag » 24.06.2016 13:19

Ich weiss gerade von einer Aktion in der Facebookgruppe mit einer Gruppenbestellung einer Aminosäurenkombination. Vielleicht findet ihr dort noch ein paar Infos:

https://www.facebook.com/groups/3321041 ... 295988192/

Auch:
https://raypeatforum.com/community/thre ... tion.7269/
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Blake
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Beitrag » 24.06.2016 19:04

Die Frage ist, ob ihr das wirklich braucht oder eine proteinreiche risikoärmere Ernährung nicht ausreichend ist. Was erhofft ihr euch denn von der Supplementation was euch natürliche Proteinquellen wie Milch, Fleisch oder Gelatine nicht geben können?

"Despite research that clearly showed that adults assimilate whole proteins more effectively than free amino acids, much of the public has been led to believe that “predigested” hydrolized protein and manufactured free amino acids are more easily assimilated than real proteins, and that they are not toxic. Even if free amino acids could be produced industrially without introducing toxins and allergens, they wouldn't be appropriate for nutritional use." - Peat

"When synthetic amino acids are used to supplement natural proteins, they are usually chosen according to irrelevant models of the “ideal protein's” composition, and many toxic contaminants are invariably present in the synthetic free amino acids. For the present, the important thing is to avoid the use of the least appropriate food products, while choosing natural foods that have historical, epidemiological, and biochemical justification." - Peat
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Daniel
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Beitrag » 24.06.2016 19:24

Daniel hat geschrieben:Peat hält nichts von freien Aminosäuren und ich wüsste auch nicht wofür diese erforderlich sein sollten bei einer proteinreichen Ernährung. Ein Glas Milch bringt euch vermutlich mehr als jede freie Aminosäure, die ihr kaufen könnt. Das beste Proteinsupplement mit hilfreichen Aminosäuren ist Gelatine, und zwar am besten nicht hydrolisiert, damit die Aminosäuren noch miteinander verbunden sind.

Lysin fungiert als Serotonin Rezeptor Antagonist und zeigt somit groĂźes Potenzial Serotonin zu senken.
Glycine reduziert Cortisol Werte deutlich und hat weiterhin viele weitere gute Eigenschaften.

Bei Gelatine bin ich mir nicht sicher ob es mit Blei kontaminiert ist, da sich Blei gerne in kollagenem Gewebe einnistet.

Milch hat mir eindeutig zu viel Ă–strogen und Progesteron, das hat mich ĂĽber die Jahre "verweiblicht".
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Beitrag » 24.06.2016 19:44

Lysin fungiert als Serotonin Rezeptor Antagonist und zeigt somit groĂźes Potenzial Serotonin zu senken.
Glycine reduziert Cortisol Werte deutlich und hat weiterhin viele weitere gute Eigenschaften.


Meinst du nicht, dass man davon aus natĂĽrlichen Lebensmittel genug bekommt, um einen ausgeglichenen Hormonhaushalt zu erreichen?

Milch hat mir eindeutig zu viel Ă–strogen und Progesteron, das hat mich ĂĽber die Jahre "verweiblicht"

Fettarme Milch hat sehr wenig Östrogen und ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass ein bisschen Progesteron aus Milch einen über die Jahre "verweiblicht", da auch Männer etwas Östrogen/Progesteron produzieren. Meine Testosteron und DHEA Spiegel sind hoch bis sehr hoch, bei normalen Progesteron und Östrogenwerten, trotz regelmäßigem Milchkonsum. Wenn Milch verweiblichen würde, dann würde Peat davon vermutlich nicht so schwärmen und es wäre nicht das Nr.1 Bodybuilding Nahrungsmittel. Kaum etwas steigert die Proteinsynthese mehr als ein halber Liter Milch nach verrichteter Muskelarbeit.
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Beitrag » 25.06.2016 00:07

Daniel hat geschrieben:
Lysin fungiert als Serotonin Rezeptor Antagonist und zeigt somit groĂźes Potenzial Serotonin zu senken.
Glycine reduziert Cortisol Werte deutlich und hat weiterhin viele weitere gute Eigenschaften.


Meinst du nicht, dass man davon aus natĂĽrlichen Lebensmittel genug bekommt, um einen ausgeglichenen Hormonhaushalt zu erreichen?

Milch hat mir eindeutig zu viel Ă–strogen und Progesteron, das hat mich ĂĽber die Jahre "verweiblicht"

Fettarme Milch hat sehr wenig Östrogen und ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass ein bisschen Progesteron aus Milch einen über die Jahre "verweiblicht", da auch Männer etwas Östrogen/Progesteron produzieren. Meine Testosteron und DHEA Spiegel sind hoch bis sehr hoch, bei normalen Progesteron und Östrogenwerten, trotz regelmäßigem Milchkonsum. Wenn Milch verweiblichen würde, dann würde Peat davon vermutlich nicht so schwärmen und es wäre nicht das Nr.1 Bodybuilding Nahrungsmittel. Kaum etwas steigert die Proteinsynthese mehr als ein halber Liter Milch nach verrichteter Muskelarbeit.

Wieviel Milch konsumierst du denn so ca.? Ich hatte jede Woche 12 Liter @ ca 1,2% fett , kam anfangs bestens zurecht, doch nach ner Zeit wurde meine myalgie in den Armen schlimmer. Meine Schlussfolgerung war zu viel Hormone in der Milch, die auf Dauer katabol wirkten.
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Beitrag » 25.06.2016 20:00

Ich habe über 3 Jahre hinweg jeden Tag 0,5 bis 2 Liter Milch getrunken, Inzwischen trinke ich etwas weniger, jedoch eher aus Faulheit als aus rationalen Gründen. Milch wirkt wie erwähnt eigentlich sehr anabol und ist aufgrund des Casein und Molkeproteins ein idealer Muskeldrink. Was auch gut gegen Muskelschmerzen hillft ist Magnesium.
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Daniel
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Beitrag » 25.06.2016 23:09

Vielleicht war es einfach zu viel Milch bei mir. Im amerikanischen Forum wird Milch aktuell sehr kritisch angesehen, eben aufgrund der Hormone und recht hohem Tryptophan content, der im hypothyroid Status wohl recht stark Serotonin erhöht.
Was mich auch verwirrte war eine seltsame Studie. Undzwar besagte diese das ein Teil vom galactose Anteil im Gehirn zum neurotransmitter glutamin verstoffwechselt wird. Hab jez leider den link nicht.

Ich stell mir daher die Frage ob Milch nicht doch potentiell excitorisch wirken kann. Wir haben nen starken Glutamin Anteil in der Milch + dem möglichen glutamin Promoter galactose. Demgegenüber stehen haufenweise bcaas die mit glutamin um den Eintritt ins Gehirn duellieren. Glycine enthält Milch au net so viel.

Hmm ich weiĂź ich analysiere vl. Zu viel, aber meine Zweifel mit Milch sind vorhanden.
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Beitrag » 26.06.2016 13:51

Einige Leute haben berichtet eine moderate Menge an Lysin würde ihnen gegen Darmprobleme helfen. Hat man Probleme neigt man eben mehr dahin mal das eine oder andere auszuprobieren. Aminosäuren sind eben einfacher zu beziehen als Medikamente wie zB Cyproheptadin und benötigen keine ärztliche Verschreibung. Meines erachtens ist es etwas positives wenn man seine Probleme selbst lösen kann, ohne Hilfe des autoritären Klimas das so gut wie jeden Arzt umgibt. Klar sind Aminosäuren nicht unbedingt an erster Stelle von Supps die man ausprobieren sollte, aber andere von Peat empfohlene Dinge wie Aktivkohle, rohe Karotte, etc wirken oft nicht wie erhofft. Ziel ist es natürlich mit der geringsten Menge an Ergänzungen auszukommen. Bis man herausgefunden hat, was wirkt und was nicht muss man eben herumprobieren.

Glycin nehme ich momentan zu Aspirin ein, da es Magenschleimhautreizungen vorbeugt (vermutlich reicht gelatine dafür aus). Grundsätzlich wollte ich wissen ob es in größerer Menge positiv auf meine gelenksschmerzen wirkt. Werde es nach der dose wohl bei gelatine belassen.

Lysin habe ich nur kurz probiert, aber nichts bemerkt und dann wieder gestoppt, da ich einfach nicht mehr als 5 Dinge gleichzeitig nehmen will. Werde es vermutlich später nochmal ausprobieren.

Von Taurin hatte ich nach 2 monatiger Einnahme nichts sonderbar positives oder negatives bemerkt. Ich verwende es nun topisch mit Aspirin und Niacinamid fĂĽr die Haut.

Was ist an hydrolysierte Gelatine verkehrt? Weil die As frei vorliegen? momentan nehme ich 5-10g davon, konnte bisher nichts negatives feststellen.
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Beitrag » 26.06.2016 21:35

Das trifft es eigentlich auf den Punkt, wir wissen glaube alle dass Supplemente meistens unnötig sind, aber wenn normale Ernährung bei Problemen nicht weiter hilft probiert man es halt mal.
Wenn ich ehrlich bin hat mir bisher noch nie ein Supplement geholfen auĂźer Georgis Vitamine in Sachen Libido.

At Unlock: welches niacinamide verwendest du und hat es geholfen? Bin da nämlich auch auf der Suche da ich gelesen hab, es würde wohl ein wenig beim Aufbau von Androgen Rezeptoren helfen, was mir bei meiner myalgie helfen könnte.
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Beitrag » 04.07.2016 15:51

BastiFun,
Ă–strogen wird bekanntlich durch den First pass effect der Leber eliminiert. Maximal bestimmte Estrogenmetaboliten, die auch in Milch enthalten sind, schleusen sich in den Stoffwechsel ein. Selbst das enthaltene Prolaktin, ein Peptidhormon, wird im Darm rasch zerlegt.

Wenn ich die Neurochemie richtig verstehe, wirkt Glutamin nicht exzitatorisch (sondern macht postsynaptisch so ziemlich: nix). Ok, es ist da und kann (weiter) reagieren. Aber Glutaminsäure ist der exzitatorische Aminosäuretransmitter. Und ganz ehrlich, GABA - die inhiborische Substanz schlechthin - ist sogar das biogene Amin der Glutaminsäure. Glutamat - Anion bzw. Salz der Glutaminsäure - korreliert zwar mit vielen verschiedenne Erkrankungen, allerdings nicht in Bezug auf die Menge der exogenen Zufuhr.

Ja, das war einfach nur ein kleiner Vertipper, aber das obige zeigt doch, wie wahnsinnig komplex der Organismus hier agiert. Es ist einfach nicht zielführend, sich einzelne Stoffe rauszupicken und die Welt damit zu erklären oder den Organismus dadurch heilen zu wollen. Ich sage im real life zu den Leuten, die mit sowas zu mir kommen, immer: es ist Chemie. Und Chemie reagiert um alle Ecken und jeder Stoff kann das Gegenteil von dem machen, was er macht ;).

Kurzfristig wirkt das alles nicht allzu toxisch und ist daher meistens ungefährlich, aber langfristig kann es sogar sein, dass durch die Übereinnahme inhibitorischer Neurotransmitter, die man durch die richtigen Aminosäuren durch die Bluthirnschranke schleust, die Rezeptoren sich verändern etc. Genauso löst in der Regel ein Nährstoffmangel fast die gleichen Symptome aus wie ein Überschuss des gleichen Nährstoffs. Und dann wird im Laufe der Jahre so viel verschiedenes Zeug probiert, dass die Wechselwirkungen einfach nicht mehr vorherzusehen sind. Klar, dann meinen alle, sie haben 2 Abstracts überflogen und können das Risiko einschätzen.

Ich kann nur empfehlen, bei diesen Themen die Frage zu stellen, warum das eigene Gehirn denn bitte diese Probleme hat, warum der Hypothalamus "falsch" programmiert ist (immer eine Adaption!).

Der Körper hat eine Optimumskurve, und alles darunter oder darüber lässt das System kippen. Ich glaube, alle User, die hier lange mitgeschrieben haben, haben sich von dieser Monochemie getrennt.

Vor Jahren hatte ich sogar mal nen Artikel geschrieben, den es schon nicht mehr gibt, was es alles fĂĽr "Negativstudien" gibt. Weniger WachstumshormonausschĂĽttung nach Sport in der L-Arginin-Gruppe war noch das "netteste". ;)

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Ian
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Beitrag » 16.09.2016 16:41

Ian hat geschrieben:BastiFun,
Ă–strogen wird bekanntlich durch den First pass effect der Leber eliminiert. Maximal bestimmte Estrogenmetaboliten, die auch in Milch enthalten sind, schleusen sich in den Stoffwechsel ein. Selbst das enthaltene Prolaktin, ein Peptidhormon, wird im Darm rasch zerlegt.

Wenn ich die Neurochemie richtig verstehe, wirkt Glutamin nicht exzitatorisch (sondern macht postsynaptisch so ziemlich: nix). Ok, es ist da und kann (weiter) reagieren. Aber Glutaminsäure ist der exzitatorische Aminosäuretransmitter. Und ganz ehrlich, GABA - die inhiborische Substanz schlechthin - ist sogar das biogene Amin der Glutaminsäure. Glutamat - Anion bzw. Salz der Glutaminsäure - korreliert zwar mit vielen verschiedenne Erkrankungen, allerdings nicht in Bezug auf die Menge der exogenen Zufuhr.

Ja, das war einfach nur ein kleiner Vertipper, aber das obige zeigt doch, wie wahnsinnig komplex der Organismus hier agiert. Es ist einfach nicht zielführend, sich einzelne Stoffe rauszupicken und die Welt damit zu erklären oder den Organismus dadurch heilen zu wollen. Ich sage im real life zu den Leuten, die mit sowas zu mir kommen, immer: es ist Chemie. Und Chemie reagiert um alle Ecken und jeder Stoff kann das Gegenteil von dem machen, was er macht ;).

Kurzfristig wirkt das alles nicht allzu toxisch und ist daher meistens ungefährlich, aber langfristig kann es sogar sein, dass durch die Übereinnahme inhibitorischer Neurotransmitter, die man durch die richtigen Aminosäuren durch die Bluthirnschranke schleust, die Rezeptoren sich verändern etc. Genauso löst in der Regel ein Nährstoffmangel fast die gleichen Symptome aus wie ein Überschuss des gleichen Nährstoffs. Und dann wird im Laufe der Jahre so viel verschiedenes Zeug probiert, dass die Wechselwirkungen einfach nicht mehr vorherzusehen sind. Klar, dann meinen alle, sie haben 2 Abstracts überflogen und können das Risiko einschätzen.

Ich kann nur empfehlen, bei diesen Themen die Frage zu stellen, warum das eigene Gehirn denn bitte diese Probleme hat, warum der Hypothalamus "falsch" programmiert ist (immer eine Adaption!).

Der Körper hat eine Optimumskurve, und alles darunter oder darüber lässt das System kippen. Ich glaube, alle User, die hier lange mitgeschrieben haben, haben sich von dieser Monochemie getrennt.

Vor Jahren hatte ich sogar mal nen Artikel geschrieben, den es schon nicht mehr gibt, was es alles fĂĽr "Negativstudien" gibt. Weniger WachstumshormonausschĂĽttung nach Sport in der L-Arginin-Gruppe war noch das "netteste". ;)


Danke für deinen Beitrag Ian, das ganze kann ich natürlich nur so unterstreichen und zu denken ein paar Supps hier und da sind der heilige Gral ist natürlicher vollkommener Quatsch. Es ist nur so wenn man jahrelang gesundheitlich trotz bester Diät nicht vorran kommt, klammert man sich an noch so jeden kleinen Hoffnungsschimmer und vergisst schnell mal nach bester Tunnelblick Manier das Große Ganze.
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Beitrag » 16.12.2016 14:58

Ian hat geschrieben:BastiFun,
Ă–strogen wird bekanntlich durch den First pass effect der Leber eliminiert. Maximal bestimmte Estrogenmetaboliten, die auch in Milch enthalten sind, schleusen sich in den Stoffwechsel ein. Selbst das enthaltene Prolaktin, ein Peptidhormon, wird im Darm rasch zerlegt.

Wenn ich die Neurochemie richtig verstehe, wirkt Glutamin nicht exzitatorisch (sondern macht postsynaptisch so ziemlich: nix). Ok, es ist da und kann (weiter) reagieren. Aber Glutaminsäure ist der exzitatorische Aminosäuretransmitter. Und ganz ehrlich, GABA - die inhiborische Substanz schlechthin - ist sogar das biogene Amin der Glutaminsäure. Glutamat - Anion bzw. Salz der Glutaminsäure - korreliert zwar mit vielen verschiedenne Erkrankungen, allerdings nicht in Bezug auf die Menge der exogenen Zufuhr.

Ja, das war einfach nur ein kleiner Vertipper, aber das obige zeigt doch, wie wahnsinnig komplex der Organismus hier agiert. Es ist einfach nicht zielführend, sich einzelne Stoffe rauszupicken und die Welt damit zu erklären oder den Organismus dadurch heilen zu wollen. Ich sage im real life zu den Leuten, die mit sowas zu mir kommen, immer: es ist Chemie. Und Chemie reagiert um alle Ecken und jeder Stoff kann das Gegenteil von dem machen, was er macht ;).

Kurzfristig wirkt das alles nicht allzu toxisch und ist daher meistens ungefährlich, aber langfristig kann es sogar sein, dass durch die Übereinnahme inhibitorischer Neurotransmitter, die man durch die richtigen Aminosäuren durch die Bluthirnschranke schleust, die Rezeptoren sich verändern etc. Genauso löst in der Regel ein Nährstoffmangel fast die gleichen Symptome aus wie ein Überschuss des gleichen Nährstoffs. Und dann wird im Laufe der Jahre so viel verschiedenes Zeug probiert, dass die Wechselwirkungen einfach nicht mehr vorherzusehen sind. Klar, dann meinen alle, sie haben 2 Abstracts überflogen und können das Risiko einschätzen.

Ich kann nur empfehlen, bei diesen Themen die Frage zu stellen, warum das eigene Gehirn denn bitte diese Probleme hat, warum der Hypothalamus "falsch" programmiert ist (immer eine Adaption!).

Der Körper hat eine Optimumskurve, und alles darunter oder darüber lässt das System kippen. Ich glaube, alle User, die hier lange mitgeschrieben haben, haben sich von dieser Monochemie getrennt.

Vor Jahren hatte ich sogar mal nen Artikel geschrieben, den es schon nicht mehr gibt, was es alles fĂĽr "Negativstudien" gibt. Weniger WachstumshormonausschĂĽttung nach Sport in der L-Arginin-Gruppe war noch das "netteste". ;)


Hast du noch ein paar Daten deines Artikels übrig? Hört sich sehr interessant an und würde ich mir gern mal zu Gemüte führen.
BastiFun
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